Überwachungssystem weist auf Sicherheitslücken im IT-System hin
Geschäftsführer haftet bei Fahrlässigkeit

Dieser Fall könnte täglich jeden treffen: Ein Familienunternehmen hat auf seinem IT-System Entwicklungsdaten seiner Kunden gespeichert. Ein krimineller Hacker klaut diese Daten, dem Kunden entsteht ein Schaden. Der Kunde wird Recht bekommen, wenn er das Unternehmen und den Geschäftsführer persönlich in Regress nimmt.

HB DÜSSELDORF. Alles nur eine erfundene Geschichte? "Keineswegs", meint Petra Jenner. Sie ist als Direktorin beim IT-Sicherheitsunternehmen Check Point Software Technologies für Zentraleuropa zuständig und damit natürlich bestrebt, möglichst viele IT-Sicherheitslösungen zu vermarkten. Doch aus ihrer täglichen Praxis weiß sie, wie leichtsinnig vor allem mittelständische Unternehmen sind, wenn es um das Thema Sicherheit bei der Datenverarbeitung geht.

Dabei kann man nicht einmal sagen, dass sich der Mittelstand des Problems nicht bewusst wäre. "Es wird schon einiges getan", so Petra Jenner, "allerdings fehlt oft das richtige Konzept, gewissermaßen der zentrale Überbau." Viele einzelne Sicherheitsprodukte können nicht zu einer Gesamtlösung integriert werden und bewirken mitunter einen hohen Verwaltungsaufwand.

Dabei gibt es zunächst erst einmal eine recht einfache Möglichkeit herauszufinden, wie groß überhaupt das Gefahrenpotenzial für das Unternehmen ist. Check Point hat dafür einen Index kreiert. Über das Internetportal www.sicherheitsindex.de kann eine erste Auswertung vorgenommen werden, die Hinweise auf die Gefährdungslage gibt.

Die bisherigen Auswertungen von Check Point ergaben, dass vor allem durch die von außen zugänglichen Netzwerkfunktionen ein "immenser Bedarf an integrativen, funktionsübergreifenden Sicherheitslösungen besteht: 71 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass bei ihnen von außen auf die E-Mail-Funktionen der Organisationen zugegriffen wird. Bei 61 Prozent der Befragten gehört der externe Zugriff auf interne Dateien und Anwendungen zum täglichen Geschäft. Allerdings gaben mehr als die Hälfte der Befragten an, bisher keinerlei Vorkehrungen gegen "unerlaubten Datenabgang aus dem Unternehmen" getroffen zu haben.

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