Umfrage der DZ-Bank
Mittelständler verharren tatenlos in guter Stimmung

Obwohl die deutschen Mittelständler weiterhin positiv gestimmt sind, wollen nur wenige investieren. Neueinstellungen sind beinahe tabu.

HB FRANKFURT. Die Beurteilung habe sich zum fünften Mal in Folge verbessert, teilte die DZ-Bank bei der Vorlage ihrer halbjährlichen Umfrage am Dienstag in Frankfurt mit. Beunruhigend sei jedoch, dass die Bereitschaft zu Investitionen auf niedrigem Niveau verharre. Nur zwei von drei Unternehmen wollten in den kommenden sechs Monaten neu investieren. An der Umfrage nahmen 1500 Firmen teil.

Insgesamt bezeichnen 65,7 Prozent der befragten Unternehmen die Geschäftslage als sehr gut oder gut, 8,3 Prozent empfinden sie als schlecht. In Ostdeutschland liegt diese Quote bei 12,1 Prozent. Am positivsten gestimmt sind die Betriebe aus der Metallindustrie.

Die Erwartungen für das kommende halbe Jahr sind für 51,9 Prozent der Firmen gegenüber dem Frühjahr gleich geblieben. Neues Personal einstellen wollen lediglich 12,3 Prozent der Mittelständler, 20,9 Prozent rechnen jedoch in den nächsten sechs Monaten mit einem Stellenabbau.

Jedes vierte mittelständische Unternehmen hat laut der Untersuchung innerhalb der vergangenen zwölf Monate öffentliche Fördermittel beantragt. Die Unterschiede zwischen Ost und West sind dabei besonders groß: In den neuen Bundesländern stellten 48 Prozent der Firmen einen solchen Antrag, in den alten hingegen nur 18 Prozent. Am höchsten ist der Anteil in der Landwirtschaft (51 Prozent), am niedrigsten im Baugewerbe (20 Prozent) und im Handel (12 Prozent).

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