Umfrage
Familienunternehmer fürchten Folgen der Finanzkrise

Viele Familienunternehmen fürchten negative Folgen der weltweiten Finanzkrise für ihre Geschäfte. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage des Verbands „Die Familienunternehmer“ hervor. Die Mehrheit rechnet damit, dass die Konjunktur ausgebremst werde.

HB BERLIN. Rund 64 Prozent der rund 320 befragten Firmeninhaber rechnen damit, dass die durch Spekulationen mit US-Immobilienkrediten ausgelöste Krise doch noch auf die reale Wirtschaft in Deutschland überspringt.

„Das ist auch für die Gesamtkonjunktur besorgniserregend - denn Familienunternehmen sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Die Regierung muss jetzt unbedingt weitere Reformen vorantreiben, anstatt teure Wahlgeschenke zu verteilen. Sonst wird der Aufschwung abgewürgt“, sagte Verbandspräsident Patrick Adenauer.

Andere Mittelständler sind deutlich optimistischer. Eine Studie der DZ Bank kam kürzlich zu dem Schluss, dass die Konjunktur im Mittelstand ungeachtet der Turbulenzen an den Finanzmärkten gut sei. Die Auftragsbücher seien voll, die Gewinnsituation habe sich verbessert und jeder dritte Mittelständler wolle in den nächsten sechs Monaten Stellen schaffen.

Auch die Bankenverbände betonen seit Monaten, dass sich die Kreditbedingungen für mittelständische Betriebe bislang nicht verschlechtert hätten. Die führenden Wirtschaftsinstitute halten dies aber für möglich, sollte die Krise in den USA nicht eingedämmt werden können, hieß es in ihrem gerade veröffentlichten Frühjahrsgutachten.

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