Umfrage
Mittelstand fürchtet nach Wahl Steuererhöhung

Der Mittelstand soll steuerlich entlastet werden. Damit werben auf irgendeine Art und Weise fast alle Parteien. Doch die betroffenen Unternehmen glauben da nur sehr bedingt dran. In einer Umfrage zeigen sich die meisten Firmen skeptisch und fürchten sogar eine Mehrwertsteuer-Erhöhung.

HB FRANKFURT. Der deutsche Mittelstand rechnet mehrheitlich mit Steuererhöhungen nach der Bundestagswahl. Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage der Wirtschaftsberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) befürchten knapp zwei Drittel der befragten Unternehmen eingeschränkte Abschreibungsmöglichkeiten. Die nächste Bundesregierung werde zudem die Mehrwertsteuer erhöhen, erklärten 60 Prozent der Unternehmer. Rund die Hälfte rechnet zudem mit einer Anhebung des Spitzensteuersatzes.

Die Hoffnungen auf eine grundsätzliche Vereinfachung des Steuersystems haben die meisten längst aufgegeben: So rechnen laut PwC gerade einmal vier Prozent mit transparenteren und weniger komplexen Steuervorschriften nach der Wahl. Das zu komplexe System verursache unnötige Kosten und Rechtsunsicherheit. Zudem glauben rund 60 Prozent, dass die Politik gar kein Interesse an einer Steuervereinfachung habe.

"Der Mittelstand nimmt beim Thema Steuerpolitik mittlerweile eine desillusionierte, beinahe schon fatalistische Erwartungshaltung ein", erklärte PwC-Vorstand Norbert Winkeljohann dazu. Für die Studie wurden laut PwC 205 mittelständische Unternehmen mit Jahreserlösen von mehr als zehn Mio. Euro befragt. Knapp die Hälfte der Firmen sei ausschließlich in Deutschland aktiv.

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