Umfrage
Mittelstand ist in guter Verfassung

Die anziehende Binnenkonjunktur wirkt sich positiv auf die Geschäftserwartungen der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland aus. Die Mehrheit der Firmen ist mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Ein Sorgenthema bleibt jedoch.

fmd BERLIN. Nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) beurteilen 44 Prozent der Firmen ihre Geschäftslage derzeit als „gut“, weitere 45 Prozent als „befriedigend“, nur elf Prozent sprechen von einer schlechten Verfassung.

Im BDI Mittelstandspanel aus dem Frühjahr 2007 hatten beispielsweise 15 Prozent der befragten Unternehmen ihre Lage noch als „schlecht oder sehr schlecht“ beschrieben. „Wir erwarten im weiteren Jahresverlauf so gute Zeiten wie schon lange nicht mehr“, sagte die DIHK-Mittelstandssprecherin Dagmar Bollin-Flade bei der Vorstellung des DIHK-Mittelstandsreports. Rund 20 000 Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten beteiligten sich an der Umfrage.

Während bei den Großunternehmen die Investitionen auf hohem Niveau stagnieren, planen die Mittelständler zum sechsten Mal in Folge höhere Investitionen. Konkret wollen 30 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen mehr investieren, 15 Prozent sprechen von einer Drosselung. Überdurchschnittlich viel wollen Betriebe aus dem Gesundheitsbereich, der Sicherheits- und Freizeitwirtschaft sowie des Versicherungsgewerbes investieren. Dagegen wollen Firmen aus dem Maschinenbau, der Elektrotechnik und dem Kraftfahrzeugbau ihr hohes Investitionsniveau lediglich halten.

Angesichts der florierenden Wirtschaft deuten sich Engpässe an. „Der Fachkräftemangel wird zunehmend zu einem Sorgenthema“, urteilt der Report. „Die kleinen und mittleren Unternehmen leiden wegen geringerer Finanzkraft und eines niedrigen Bekanntheitsgrades stärker unter diesem Phänomen als die großen“, sagt Bollin-Flade. Die mittelständischen Betriebe könnten ihre Attraktivität als Arbeitgeber aber erhöhen, wenn sie Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf treffen.

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