Unternehmen können Altlasten leichter abwerfen Keine Angst vor Insolvenzverfahren

Was früher als schwarzer Fleck auf der weißen Weste jedes Mittelständlers galt, ist heute ein gutes Instrument, ein Unternehmen nachhaltig zu sanieren: die rechtzeitige Anmeldung der Insolvenz.
  • Burkhard Jung (CMS Societät für Planung und Beratung GmbH)

HB BERLIN. Denn die neue Insolvenzordnung von 1999 gibt den Unternehmen die Chance, schon bei drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenz anzumelden – ehe das Kind in den Brunnen gefallen ist. Der Vorteil: In Anlehnung an Chapter 11 des US-Konkursrechtes können Unternehmen heute im Rahmen eines Planverfahrens als Ganzes saniert werden. Voraussetzung für dieses Verfahren ist jedoch, dass die Insolvenz rechtzeitig angemeldet wird. Nach dem alten Recht blieb im wesentlichen nur die Zerschlagung oder die übertragende Sanierung.

Die große Angst vor der Insolvenz, die oft genug dazu führt, dass Unternehmer die Probleme zu lange ignorieren, ist in vielen Fällen unbegründet. Es zeigt sich nämlich, dass ein laufender Geschäftsbetrieb so gut wie nie durch ein Insolvenzverfahren zum Erliegen kommt. Im Gegenteil: Das Insolvenzverfahren erleichtert den Personal- und Schuldenabbau und bietet so die Grundlage für einen Neuanfang.

Natürlich wird man zuerst versuchen, das Unternehmen ohne Insolvenz zu retten. Oft ist ein Unternehmen jedoch, wenn es ernsthaft über eine Sanierung nachdenkt, bereits so zerrüttet, dass es sich gar nicht mehr ohne Insolvenzverfahren sanieren lässt.Die Sanierung über das Insolvenzverfahren hat sich als schneller, preiswerter und vor allem sicherer erwiesen.

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