Unternehmen sehen mehr Chancen als Risiken
Wirtschaft ist ernüchtert über EU-Osterweiterung

Nur wenige Unternehmen wollen ihre Produktion nach Osteuropa verlagern - trotz hoher hoher Lohnnebenkosten und sinkendem Konsum hierzulande.

HB HAMBURG. Das ergab eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO Deutsche Warentreuhand, die am Montag veröffentlicht wurde. Ein Jahr nach dem offiziellen EU-Beitritt der acht osteuropäischen Staaten stelle sich vielmehr Ernüchterung auf Seiten der Wirtschaft ein, heißt es in der mit dem Marktforschungsinstitut TNS Emnid erarbeiteten Untersuchung.

Lediglich 28% der 250 befragten Unternehmen hätten seit Mai 2004 ihr Engagement auf die neuen osteuropäischen EU-Mitgliedsländer ausgeweitet mit dem Ziel, neue Absatzmärkte zu erschließen sowie Produktions- und Lohnkosten zu senken. 63% der Unternehmen bewerteten die mit dem Eintritt in den Markt eines osteuropäischen EU-Mitgliedstaates verbundenen Erwartungen als nur teilweise oder gar nicht erfüllt. Insbesondere Kaufkraft, Absatzmöglichkeiten beziehungsweise Umsatzentwicklungen sowie Arbeitskraft und Gehaltsgefüge seien deutlich hinter den Einschätzungen der Unternehmen zurückgeblieben.

Außerdem sehen die Unternehmen die Risiken größer als die Chancen, wie aus der Studie weiter hervor geht. Auf die Frage, ob jene Unternehmen, die derzeit nicht in Osteuropa aktiv sind, diesen Schritt in den kommenden Jahren planen, antworteten 55% mit Nein. Nur 18% hätten sich für ein Engagement in dieser Region in den nächsten ein bis drei Jahren ausgesprochen. Neben hohen Verlagerungskosten zählten Unternehmer die mangelnde Infrastruktur, die instabile Steuer- und Rechtssicherheit sowie die Qualifikation der Mitarbeiter zu den Risikofaktoren.

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