Unternehmensfreiheit bleibt unangetatstet
Genussrechte stärken die Eigenkapitalbasis

Mittelständische Unternehmen benötigen für ihr Wachstum und die Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit spezifische Finanzierungsangebote. In den vergangenen Jahren hat sich vor allem das Angebot an (verbriefbaren) standardisierten Genussrechten dynamisch entwickelt. Aber auch bei individuell gestalteten Genussrechten ist ein steigendes Angebot zu verzeichnen.

FRANKFURT. Genussrechte können sowohl fremdkapitalnah ("Debt Mezzanine“) als auch eigenkapitalnah ("Equity Mezzanine“) sein. Generell verbessert Genussrechtskapital die Eigenkapitalbasis und Unternehmensstabilität, ohne dass die unternehmerische Freiheit durch die Abgabe von Gesellschafteranteilen eingeschränkt wird. Es handelt sich um ein schuldrechtliches Kapitalüberlassungsverhältnis, das mit einem Zins- und/oder Gewinnanspruch verbunden ist. Der Spielraum zur Aufnahme von Fremdkapital wird bei gleichzeitiger Schonung des im Unternehmen vorhandenen Besicherungspotenzials erhöht. Da Genussrechte in der Regel eine endfällige Laufzeit zwischen fünf und acht Jahren haben, haben Mittelständler Zeit, Mittel zu thesaurieren und eine solide Kapitalisierung zu erreichen. Bei Erfüllung verschiedener Voraussetzungen wird Genussrechtskapital als Eigenkapital bilanziert.

Das Angebot an Genussrechten ist insbesondere im fremdkapitalnahen Bereich vielfältig. Bei der Entscheidung für ein Angebot spielt somit eine Rolle, ob das Kapital als wirtschaftliches Eigenkapital im internen Rating der Banken angerechnet werden kann. Die Initiative Finanzstandort Deutschland (IFD) hat Kriterien erstellt, die mezzanine Produkte erfüllen müssen, damit sie Rating stärkend wirken. Hierbei sind längerfristige Kapitalüberlassung, Einschränkung der Kündigungsrechte sowie eine Nachrangabrede zentral. Weiter werden zum Teil auch die Ausgestaltung der Vergütung und eine Verlustteilnahme genannt. Genussrechtskapital hat natürlich seinen Preis. Diesem steht aber ein Nutzen in Form eines hohen Haftungsumfangs gegenüber. Dementsprechend steigen die Finanzierungskosten für die Unternehmen in den verschiedenen Genussrechtsvarianten mit zunehmender Eigenkapitalnähe. Da meist keine Sicherheiten vereinbart werden, ist das Rating eine wesentliche Preisdeterminante. Die Genussrechtsangebote unterscheiden sich außerdem hinsichtlich des Mindestumsatzes sowie der Untergrenze der Kapitalbereitstellung.

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