Unternehmensführung
Mechaniker mit Treue und Leidenschaft

Der Berliner Schaltschrankbauer Norbert Geyer führt seine Firma nach traditionellen, sozialen Werten. In fünf Jahren sollen andere übernehmen. Bis dahin kümmert sich der gelernte Werkzeugmacher persönlich um seine drei Standorte in Deutschland.

KÖLN. Wenn Norbert Geyer Entspannung sucht, hört er sich die Siebte Symphonie von Beethoven an oder spielt ein paar Töne auf seiner Tuba. Der Geschäftsführer der Geyer-Gruppe Industrieholding GmbH hätte sich auch ein Leben als Musiker mit seinem Barock-Ensemble vorstellen können: "Die Tuba ist mir völlig an den Körper gewachsen", sagt Geyer. "Und die Barockmusik erzeugt eine Harmonie, die mich sehr berührt."

Trotz seiner musikalischen Ader hat er Werkzeugmacher gelernt, Feinwerktechnik studiert und den väterlichen Betrieb - damals noch eine mechanische Werkstatt - übernommen; und konsequent zur Unternehmensgruppe ausgebaut. Heute steht er an der Spitze der Geyer-Gruppe, die Umformtechnik, Schaltschrankbau und Elektronik unter einem Dach vereint. "Wir sind in der Elektro- und der Kommunikationstechnik sehr erfolgreich", sagt der Unternehmer.

"Als Zulieferer und Systemanbieter für mechanische und elektromechanische Baugruppen, Gehäuse und Systemkomponenten." Vom Stanz- oder Biegeteil bis zur kompletten Baugruppe, von der Schaltschrankanlage und Maschineneinhausung bis zur kompletten Geräteeinheit reicht das Liefer-Spektrum. Die Baugruppenträgerfertigung, bei der sich die Elektrotechnik mit der Mechanik zu einem Gerät verbindet, ist eine der Kernkompetenzen von Geyer.

Verteilt auf drei Standorte in Berlin und Dessau erwirtschaftet Geyer rund 40 Mill. Euro Umsatz pro Jahr. Für die 380 Mitarbeiter sieht sich der Chef als Sozialverantwortlicher, will Respekt, Ehrlichkeit und Fairness ausstrahlen: "Vor mir muss niemand Angst haben", sagt Geyer. "Ich gebe jedem eine Chance, Fehler zu korrigieren." Nicht "heuern und feuern" stehe im Vordergrund der Zusammenarbeit, sondern die gemeinsame Entwicklung der Möglichkeiten. Seine größte Stärke? Er könne Menschen begeistern, sagt der 62-jährige. Außerdem ist er keiner der Unternehmer mit dicker Zigarre und großem Auto, die vom Golfplatz aus den Betrieb steuern: "Meine Leute wissen, dass der Alte mitackert."

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