Unternehmensgründungen
Deutsche nicht in Gründerlaune

Angesichts des Wirtschaftseinbruchs haben die Deutschen 2008 so wenig Unternehmen gegründet wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Besonders betroffen sind die Branchen Bau und Handel. Durch die Arbeitslosigkeit könnten bald jedoch einige Deutsche zu diesem Schritt gezwungen sein.
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HB BERLIN. Eine traurige Bilanz: Mit insgesamt 206 000 neuen Firmen hat die Zahl der Neugründungen im vergangenen Jahr ihren Tiefpunkt seit der Widervereinigung erreicht. Das entspricht einem Minus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr, so das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Am stärksten betroffen von dem Rückgang waren Bau und Handel, während es beim Maschinenbau und in der Mess- und Steuerungstechnik mehr Gründungen gab als 2007.

Grund für die Zurückhaltung sei die Wirtschaftskrise, erklärten die Forscher. Sie bremse die "Chancenorientierten", die sich in der Hoffnung auf große Erfolge selbstständig machten. Trotz des starken Konjunktureinbruchs sei aber die Arbeitslosigkeit nicht gestiegen. "Die Notgründungen sind daher erst einmal ausgeblieben", sagte ZEW-Experte Daniel Höwer.

Deutschland hat sich zwar im Frühjahr aus der Rezession befreit, dennoch dürfte die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr so stark einbrechen wie nie seit Gründung der Bundesrepublik. Zudem steht das Schlimmste auf dem Arbeitsmarkt noch bevor. Die Europäische Kommission erwartet für das kommende Jahr einen Anstieg der Arbeitslosenquote auf 9,2 Prozent.

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  • Entwicklung.

    Die banken sind der Motor der Wirtschaft. Aber der Motor läuft nur im Standbetrieb. Viele Unternehmen fehlen schlicht und einfach das nötige Kapital um in Deutschland Fuß zu fassen. Viele banken haben das Problem sich selbst über das Wasser zu halten geschweige einen neuen Start einer Firma zu helfen.
    Damit wird sich auch für die Zukunft schwieriges Unterfangen sein um die Konjunktur richtig in Fahrt zu bringen. Aber Deutschland braucht diese Unternehmen um die verlorenen Arbeitsplätze wieder einigermaßen gut zu machen. Arbeitsplätze Drohen noch mehr zu schrumpfen, wenn die Entwicklung sich negativ auf dem Arbeitsmarkt, nicht in der Zukunft verbessere. Damit werden auch dementsprechend die Steuereinnahmen sein.

    Mfg

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