Unübersichtliches Angebot an Mezzanine-Finanzierungen
Banken fordern Standards für Mittelstandsprodukte

Das ausufernde Angebot an alternativen Finanzierungsprodukten für den Mittelstand droht zur Belastung für die weitere Entwicklung dieses Marktsegments zu werden.

pk FRANKFURT/M. Hans Reich, Beiratsvorsitzender der „True Sale Initiative“ (TSI) und Vorstandssprecher der KfW Bankengruppe, rief deshalb gestern die Mittelständler, Banken sowie die Finanzpolitiker dazu auf, einheitliche Standards für die neuen „Mezzanine-Produkte“ zu setzen.

Mezzanine steht als Fachbegriff für eine Mischform aus Eigen- und Fremdkapital. Als Forum für die kommende Diskussion biete sich die TSI an, ein Gemeinschaftsunternehmen von 13 Großbanken aus allen Bereichen der deutschen Kreditwirtschaft zur Förderung des Verbriefungsmarktes.

Letztlich soll die Vereinheitlichung dazu führen, dass mittelgroße und kleinere Unternehmen leichter den Zugang zur Kapitalmarktfinanzierung finden und ihre Abhängigkeit von Bankkrediten verringern können. Im Mittelpunkt steht dabei die Verbriefung von Mittelstandsfinanzierungen. Dabei erhält das Unternehmen zu einem festen Zinssatz nachrangiges Genusskapital, das verbrieft auf den internationalen Kapitalmärkten in Form von ABS-Anleihen platziert wird. ABS steht für „Asset Backed Securities, also mit zugrunde liegenden Forderungen besicherte Wertpapiere. Auf diese Weise sind dem deutschen Mittelstand laut Reich bisher 1,5 Mrd. Euro für Investitionszwecke zugeflossen. Mittelständler können durch Mezzanine-Finanzierungen ihr wirtschaftliches Eigenkapital stärken und so ein besseres Rating erreichen. Institutionelle Investoren kaufen Mittelstandspapiere, weil sie so ihre Risiken breiter streuen können.

Nach dem ersten Mezzanine-Produkt der Hypo-Vereinsbank gibt es zahlreiche Nachahmerprodukte, die aber Unterschiede aufweisen. Das erschwert große Emissionen und verunsichert Investoren. Reich will deshalb einheitliche Maßstäbe wie etwa beim Pfandbrief.

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