Urteil
GmbH-Chefs sollen haften

Der Bundesfinanzhof hat entschieden. Und die Chefs von GmbHs müssen sich auf eine empfindliche Änderung einstellen. Nach einem jüngsten Urteil haften sie notfalls persönlich für die Lohnsteuer-Abführung.

HB MÜNCHEN. Geschäftsführer einer GmbH müssen auch bei einem Insolvenz-Antrag ihres Unternehmens für eine korrekte Abführung der Lohnsteuer sorgen. Dafür müssen sie notfalls auch mit ihrem privaten Vermögen geradestehen, wie der Bundesfinanzhof (BFH) in München in einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil klarstellte (Az.: VII R 27/07).

Im konkreten Fall hatte der Geschäftsführer einer GmbH wegen einer akuten Krise seiner Firma beim Amtsgericht Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Die zu diesem Zeitpunkt fällige Lohnsteuer bezahlte er aber nicht, weil er davon ausging, dies sei mit dem Insolvenzantrag hinfällig.

Das Gericht entschied nun, dass ein Unternehmer zahlen muss, solange Geld in der Kasse ist. Erst die tatsächliche Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beziehungsweise die Bestellung eines Insolvenzverwalters befreit ihn von dieser Pflicht.

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