Veränderte Strategie
Singapur erleichtert Aufenthalt von Ausländern

Die Regierung in Singapur plant die Einführung eines neuen Beschäftigungspasses für ausländische Mitarbeiter. Dieser wird weniger als bisher an den Arbeitgeber gebunden, sondern mehr auf die Person des Mitarbeiters zugeschnitten sein. Weitere Maßnahmen sollen die Einwanderung erleichtern.

bfai KUALA LUMPUR. Hintergrund der geplanten Schritte sind die befürchteten wirtschaftlichen und sozialen Probleme im Gefolge einer sinkenden Geburtenrate sowie einer zunehmenden Überalterung der Bevölkerung, die den "Talentpool" begrenzen würden. Die Regierung verspricht sich von der Einführung des neuen Dokuments eine größere Flexibilität für Ausländer, in dem Stadtstadt Aufenthalt zu nehmen und zu arbeiten. Das Innenministerium will zudem die Aufenthaltskriterien überprüfen, um qualifizierten Ausländern die Aufnahme einer längeren Beschäftigung in Singapur ermöglichen.

Die Anpassung der Einwanderungspolitik ist Teil einer veränderten Strategie, die auch darauf abzielt, die Geburtenrate anzuheben und im Ausland lebende Singapurianer zurück in den Stadtstaat zu locken. Die sog. Fruchtbarkeitsrate der Frauen erreichte 2005 in Singapur nur noch 1,24 Lebendgeburten und lag damit unter der benötigten Rate von 2,1, um die Bevölkerung auf dem jeweiligen Stand zu halten. Die Bevölkerungsstärke ist auch rückläufig, weil mehr Bürger ins Ausland gehen. In einer sinkenden Einwohnerzahl sieht die Regierung eine Bedrohung für die wirtschaftliche Vitalität.

Obendrein sieht sich Singapur bei der Anwerbung von qualifizierten Arbeitskräften im internationalen Wettbewerb mit anderen Staaten wie Japan und Neuseeland. 2005 erhielten 12 900 Menschen die singapurische Staatsbürgerschaft; in den vorhergehenden vier Jahren waren es im Durchschnitt 6000 Personen.

Weitere Informationen finden Sie bei der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai).

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