Verbraucherinsolvenzen nahmen zu
Pleitewelle bei Firmen ebbt allmählich ab

Der seit Jahresanfang anhaltende Rückgang der Unternehmensinsolvenzen hat sich auch im Mai fortgesetzt. Insgesamt ist die Zahl den fünften Monat in Folge gesunken.

HB DÜSSELDORF. Im Mai meldeten 3100 Unternehmen Insolvenz an, das waren ein Prozent weniger als im Mai 2004, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Von Januar bis Mai dieses Jahres standen 15 707 Unternehmen vor dem finanziellen Ruin - 4,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Erstmals seit fünf Jahren nehmen die Pleiten damit deutlich ab. Nach dem Rekordjahr 2003 war auch 2004 die Zahl der Unternehmensinsolvenzen mit 39 200 auf hohem Niveau stabil geblieben. Experten machten dafür das schwache Wirtschaftswachstum verantwortlich.

Nach wie vor nehmen dagegen die Verbraucherinsolvenzen zu. Im Mai ergab sich ein Plus von 46 Prozent auf 5196 Pleiten von Privatleuten. Seit Januar summierte sich der Anstieg auf 41,8 Prozent. Ursache für den starken Anstieg sind unter anderem Gesetzesänderungen, die das Insolvenzverfahren für Verbraucher vereinfacht haben. Rechnet man Firmen- und Verbraucherpleiten zusammen, stieg die Zahl der gesamten Insolvenzen um 14 Prozent auf 53 369 in den ersten fünf Monaten. Die Forderungen der Gläubiger gaben die Gerichte im Mai mit 2,8 Milliarden Euro an gegenüber 3 Milliarden Euro für Mai 2004.

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