Vermögensübertragung vor der Neuregelung
Unternehmensnachfolge strategisch planen

Die Übertragung von Betriebsvermögen wird gesetzlich neu geregelt. Für Unternehmer stellt sich die Frage, ob die Unternehmensnachfolge dadurch tatsächlich erleichtert wird oder ob es besser ist, noch unter dem alten Recht Betriebsvermögen zu übertragen.

FRANKFURT. Noch ist das Gesetz zur Erleichterung der Unternehmensnachfolge nicht beschlossen. Das hat einen einfachen Grund: Der Gesetzgeber strebt eine umfassende Reform des Erbschaftsteuerrechts an, die auch die Leitlinien der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftsteuer vom 7. November 2006 berücksichtigt. Das erfordert Zeit.

Gleichwohl ist aus dem Bundesfinanzministerium zu erfahren, dass der Gesetzgeber die geplanten Neuregelungen im Bereich der Übertragung von Betriebsvermögen auf der Grundlage des bereits vorliegenden Gesetzesentwurfs rasch umsetzen will.

Für die betroffenen Unternehmer stellt sich daher die Frage, ob eine Übertragung nach Inkrafttreten der geplanten Regelungen für sie wirklich günstiger ist. Oder anders gesagt: Ob die Unternehmensnachfolge durch das Gesetzesvorhaben tatsächlich erleichtert wird oder ob es besser ist, umgehend zu reagieren und auf Grundlage des derzeit geltenden Rechts, Betriebsvermögen auf die nächste Generation zu übertragen.

Nach Aussage von Rechtsanwalt Andreas Giersbach, Steuerberater, Fachanwalt für Steuerrecht der Kanzlei Möller, Theobald, Jung, Zenger sieht das bisherige Recht vor allem folgende Begünstigungen bei der Übertragung von Betriebsvermögen vor:

  • Der Erwerber von Betriebsvermögen erhält einen Freibetrag in Höhe von 225 000 Euro,
  • Der sich nach Abzug dieses Freibetrags ergebende Wert wird um einen Bewertungsabschlag von 35 Prozent vermindert,
  • Bei der Ermittlung des Steuertarifs für Erwerber der Steuerklasse II und III wird ein Entlastungsbetrag berücksichtigt.

Ziel des Reformvorhabens zur Erleichterung der Unternehmensnachfolge ist die vollständige Steuerfreistellung der Übertragung von produktiv eingesetztem Vermögen nach einem Stundungszeitraum von zehn Jahren.

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