Verschiedene Großprojekte geplant
Schweden investiert in seine Häfen

In Schweden stehen in den kommenden Jahren verschiedene Hafenerweiterungsprojekte mit hohen Investitionen seitens der Betreibergesellschaften an. Neben dem Ausbau von Stockholm-Nynäshamn ist der Ausbau des Göteborger Hafens das größte Erweiterungsprojekt.

STOCKHOLM. Die Maßnahmen sind aufgrund des steigenden Frachtaufkommens zwischen Skandinavien, Deutschland und Osteuropa sowie wachsenden Verkehrs- und Umweltschutzanforderungen erforderlich. Die größten Vorhaben sind die Erweiterung des Göteborger Hafens und die Verlagerung des Stockholmer Industriehafens nach Nynäshamn samt der dort erforderlichen Baumaßnahmen.

Große Teile des Stockholmer Industriehafens sollen in den kommenden Jahren in das rund 50 km südlich der schwedischen Hauptstadt gelegene Nynäshamn verlegt werden. Dafür müssen dort ab Ende 2007 die Anlagen und Kapazitäten umfassend erweitert werden. Geplant sind Baumaßnahmen in Höhe von geschätzten 2 Mrd. bis 2,5 Mrd. Schwedischen Kronen (skr, rund 220 Mill. bis 275 Mill. Euro, 1 skr = cirka 0,11 Euro). Die Gründe für den erforderlichen Ausbau in Nynäshamn sind die geplante Schließung beziehungsweise Verlegung des Stockholmer Containerterminals sowie die wachsenden Sicherheits- und Umweltschutzanforderungen im Ostseefrachtverkehr.

Auf dem rund 50 ha großem Gelände in Nynäshamn sollen ein moderner RoRo- und Containerhafen entstehen. Dazu sind Kaianlagen von rund 1.800 m Länge mit sechs bis acht Liegeplätzen sowie mehrere Containerkräne geplant. Daneben wird auch die logistische und Verkehrsinfrastruktur massiv ausgebaut. Vorgesehen sind neue Lager- und Abfertigungsgebäude, Straßen- und Schienenanbindung sowie die Errichtung eines angegliederten Businessparks. Die erste Bauphase soll Ende 2007 beginnen und bis 2010 abgeschlossen sein. Die letzte Ausbaustufe und volle Kapazität von 300.000 RoRo- sowie 500.000 Containereinheiten (TEU) soll 2020 erreicht werden. Die Baumaßnahmen umfassen neben dem Anlage- und Gebäudebau auch immense Erd- und Gesteinsbewegungsarbeiten - unter Wasser und an Land.

Die Umbau- und Umnutzungspläne für die zu schließenden Hafenanlagen in Stockholm sind derweil noch im Unklaren. In den Planungsausschüssen werden momentan verschiedene städtebauliche Großvorhaben diskutiert. Eine Idee dabei ist der Bau eines neuen Banken- und Finanzzentrums.

Die Ausgaben für Ausbau und Modernisierung der Häfen sind in den letzten Jahren insgesamt gestiegen. 2004 und 2005 investierten die Hafengesellschaften jeweils rund 2,1 Mrd. skr. Die geplanten Investitionen im Zeitraum 2006 bis 2010 liegen nach Schätzung von Verkehrsexperten bei insgesamt über 10 Mrd. skr.

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