Videoüberwachung
Wie intelligente Kameraaugen das Werksgelände sicherer machen

Intelligente Videoüberwachungstechnik kann Bilder interpretieren und schlägt bei Gefahr Alarm: Ein Anbieter der Technik ist die Geutebrück GmbH. Das Unternehmen aus dem rheinland-pfälzischen Windhagen, das sich auf Videoüberwachungstechnik spezialisiert hat, bietet ein System an, das Videobewegungserkennung mit Bildanalyse vereint.

KÖLN. Eine Frau tritt auf die Straße, steuert einen Firmenparkplatz an, steigt in einen Kleinwagen und fährt davon. Normales Tempo, helllichter Tag – hier passiert nichts Ungewöhnliches. Andernfalls hätte die Sirene geschrillt.

Denn beobachtet wurden Frau und Auto von einer so genannten intelligenten Videokamera, deren mit Auswertungs-Algorithmen programmierter Prozessor jede Bewegung erfasst und analysiert: Wer oder was läuft da durchs Bild? Darf die Person das zu dieser Tageszeit? Fällt sie durch schnelle Bewegungen auf?

Die Kamera misst regelmäßig die Helligkeit in einem in 128 Zonen aufgeteilten Bild und erkennt so Bewegungen. Dann analysiert der Computer Größe, Geschwindigkeit und Richtung der Bewegung - und löst gegebenenfalls eine Warnmeldung aus.

Spätestens seit den Kofferbombern von Köln, die durch Bahnsteigkameras nachträglich identifiziert wurden, erscheint Videoüberwachung im öffentlichen Raum als Gebot der Stunde. Doch auch Firmen rüsten auf. 326 Mill. Euro Umsatz erzielte die Technik im vergangenen Jahr. Dieses Jahr werde das Geschäft nochmals um knapp fünf Prozent wachsen, erwartet der Bundesverband der Hersteller und Errichter von Sicherheitssystemen (BHE). „Vor allem in der Logistikbranche ist die Nachfrage unheimlich groß“, sagt BHE-Geschäftsführer Urban Brauer. „Besonders begehrt sind Anlagen, die Videoüberwachung mit Zutrittskontrollen kombinierten.“

Das ist auch das Geschäft der Firma Geutebrück, die selbst keine Kameras baut, sondern für Firmen komplette Sicherheitssysteme entwickelt. Im vergangenen Jahr hat das Familienunternehmen mit einem Jahresumsatz von 25 Mill. Euro die Außenhaut der größten Erdölverladestation der Welt in der Hafenstadt Ras Tanura am persischen Golf abgesichert, von der aus der Förder-Gigant Saudi Aramco sein Öl verschifft.

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