Viessmann
Heiztechnik im Eiskanal

Viessmann ist ein echtes Familienunternehmen. Seine Wurzeln hat der Heizungsbauer nie vergessen. Ob bei der Entwicklung seiner Produkte oder beim Sponsoring von Wintersportlern. Über eine bewegte Familiengeschichte.

DÜSSELDORF. Wintersportfans kennen den Heizungsbauer Viessmann vor allem aus dem Fernsehen. Das Familienunternehmen aus dem nordhessischen Allendorf ist bei den Übertragungen der nordischen Sportarten wie Skilanglauf und Biathlon allseits präsent. Die orangefarbene Bandenwerbung fällt entlang der Rennstrecken ins Auge. "Wir sind 1993 ins Sponsoring eingestiegen, um die Marke international bekannt zu machen. Das hat sich als sehr erfolgreich erwiesen", sagt der geschäftsführende Gesellschafter Martin Viessmann, der das Unternehmen als Vertreter der dritten Generation führt. Es begann mit Bandenwerbung, aber bald förderte Viessmann auch einzelne Sportler medienwirksam. Viessmann achtet auf das Image der Sportler, sie sollen erfolgreich sein, aber auch sympathisch. Mit dem Rodler Georg Hackl zog Viessmann sicherlich ein Glückslos.

Das Problem Doping kann Martin Viessmann nicht von der Werbung mit dem Wintersport abbringen. Man dürfe eine Sportart nicht unter Generalverdacht stellen. Nach den zuletzt positiv getesteten russischen Sportlern erwartet Viessmann, dass der Verband konsequent handelt. Er macht eine weitere Zusammenarbeit davon abhängig, dass der russische Verband ernsthaft gegen Doping angeht. Ein Engagement in eine Sommersportart steht für Viessmann nicht zur Debatte, auch weil im Sommer weniger ferngesehen wird. "Wir hatten überlegt, den Fahrradsport zu sponsern, aber das haben wir zum Glück nicht gemacht."

Das Sponsoring hat sich gelohnt. Die Marke Viessmann ist bekannt und zu den größten Anbietern von Heiztechnik in Europa und Deutschland aufgestiegen. Den deutschen Markt dominieren drei Unternehmen: Bosch mit einem Anteil von 28 Prozent, Viessmann mit 20 Prozent und Vaillant mit 15 Prozent. Auch in Europa sind diese drei, in etwas anderer Reihenfolge, vorn.

Die drei Wettbewerber unterscheiden sich erheblich. Bosch mit seiner Hauptmarke Junkers stützt sich nach der Übernahme des Konkurrenten Buderus vor einigen Jahren auf einen ganzen Strauß von Marken, die im Zuge der internationalen Expansion übernommen wurden, und kommt auf einen Umsatz von drei Mrd. Euro. Auch das Remscheider Familienunternehmen Vaillant profitiert von Übernahmen wie dem britischen Anbieter Hepworth und hat so den Umsatz auf 2,4 Mrd. Euro ausgebaut. Viessmann ist anders. Das Unternehmen aus Nordhessen vertraut auf nur eine Marke und ist bisher fast ohne Zukäufe ausgekommen. Der Umsatz beträgt inzwischen 1,7 Mrd. Euro.

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