Villeroy & Boch
Bad-Geschäft boomt beim Keramikhersteller

Toiletten, Wannen, Waschbecken: Das Geschäft mit Badausstattung sorgt inzwischen für zwei Drittel des Umsatzes von Villeroy & Boch. Der deutsche Keramikhersteller feiert damit vor allem in den Golfstaaten Erfolge.

FrankfurtDer Keramikhersteller Villeroy & Boch sieht sich dank prall gefüllter Auftragsbücher auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Ende September lag der Orderbestand rund ein Drittel über dem Vorjahreswert, wie das saarländische Traditionsunternehmen am Dienstag mitteilte.

Der Großteil des Bestellvolumens entfiel demnach auf die Sparte Badausstattung. Das Geschäft mit Wannen, Waschbecken und Toiletten brachte fast zwei Drittel des Konzernumsatzes und erzielte in den ersten neun Monaten unter anderem in den Golfstaaten Wachstumsraten von mehr als 20 Prozent. Die Firma, die weltweit auch Geschirr und Fliesen vertreibt, will ihren Gesamtumsatz 2015 um drei bis fünf und ihr Betriebsergebnis um mehr als fünf Prozent verbessern.

Nach neun Monaten stieg der Umsatz um 3,5 Prozent auf 578,4 Millionen Euro, während sich das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 5,5 Prozent auf 21,1 Millionen Euro erhöhte. Den Betriebsgewinn steigerte Villeroy & Boch vor allem durch eine effizientere Herstellung und die Konzentration auf ertragreichere Produkte und Märkte.

Der Umsatz entwickelte sich in den verschiedenen Ländern sehr unterschiedlich: So stagnierte das Geschäft mit Geschirr in Deutschland, während es in Japan fast ein Drittel zulegte. Badkeramik lief dagegen in den Golfstaaten und Großbritannien besonders gut, musste aber in Frankreich und Italien Einbußen hinnehmen.

Für die Wirtschaft insgesamt rechnet Konzernchef Frank Göring aber damit, dass die positive Entwicklung in weiten Teilen der Eurozone und in den USA die aktuelle Schwäche in den Schwellenländern ausgleichen kann. „Für das Gesamtjahr 2015 gehen wir weiterhin von einem moderaten Wirtschaftswachstum aus“, erklärte Göring. Kritisch betrachte Villeroy & Boch aber weiter die Wirtschaftskrise in Russland.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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