Von China-Hype kann man nicht sprechen
China-Boom beeinflusst Mittelstand

Chinas Wirtschaftsboom beeinflusst bereits bei jedem vierten Mittelständler in Deutschland das Geschäft. Von dem Aufstieg Chinas zur Wirtschaftsmacht sehen sich 26 Prozent der deutschen Mittelstandsunternehmen betroffen, ergab eine bundesweite Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young.

HB STUTTGART. Direkt im Geschäft mit den Chinesen sind bereits 17 Prozent der Mittelständler und machen dabei überwiegend gute Erfahrungen. Zwölf Prozent wollen in den chinesischen Markt einsteigen oder ihre bestehenden Aktivitäten ausweiten.

„Der deutsche Mittelstand hat das ungeheure Potenzial der asiatischen Länder - insbesondere Chinas - erkannt“, sagte der Mittelstandsexperte von Ernst & Young, Peter Englisch. Die Euphorie der vergangenen Jahre sei aber einer eher nüchternen Sichtweise gewichen. „Von einem China-Hype im Mittelstand kann man nicht sprechen.“

Fast die Hälfte aller deutschen Mittelständler, die mit chinesischen Partnern zu tun haben, machten dabei vor allem positive Erfahrungen. Bei annähernd ebenso vielen hielten sich der Untersuchung zufolge gute und schlechte Erfahrungen die Waage. Überwiegend negative Erlebnisse hatten vier Prozent der Befragten. Vom Erstarken der chinesischen Wirtschaft verspricht sich jeder fünfte deutsche Mittelständler einen positiven Schub fürs Geschäft. Jeder zehnte sieht den Boom im Reich der Mitte als Gefahr. Als größtes Problem betrachten deutsche Mittelständler eine unzureichende Rechtssicherheit in China: Fast ein Drittel der in China tätigen Unternehmen beklagte unzuverlässige Rahmenbedingungen als hohes Risiko. Auch Korruption erschwert vielen Firmen das Geschäft.

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