Vor allem für die Bereiche Umwelttechnik, Sanitär und Heizung sowie hochwertige Konsumgüter
Export bietet Wachstumschancen für Mittelstand

Nach Auffassung des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) bieten Außenhandel und Export große Marktchancen, die die mittelständischen Unternehmen in Deutschland noch nicht wahrnehmen, weil sie sich an regionalen Märkten orientierten.

HB BERLIN. Gerade für den Mittelstand seien im Export „Wachstumsreserven in erheblicher Größenordnung zu erschließen“, sagte BGA-Präsident Anton am Donnerstag in Berlin. In vielen Bereichen biete der deutsche Mittelstand Spitzenleistungen, für die es im Ausland ein Marktpotenzial gebe.

Börner nannte die Bereiche Umwelttechnik, Sanitär und Heizung sowie hochwertige Konsumgüter, für die es in Korea, Russland oder China durchaus eine kaufkräftige Nachfrage gebe. Um dieses Potential zu erschließen, sei zu allererst ein „Paradigmenwechsel in den Köpfen der Unternehmer“ nötig. >„Es ist unsere Aufgabe, den deutschen Mittelstand auf die Schiene (ins Ausland) zu bringen“, sagte Börner.

Er forderte, den Mittelstand stärker am Auslandsgeschäft zu interessieren. Gemeinsam mit dem Finanzierungsinstituten müsse daran gearbeitet werden, Hürden bei mittelständischen Unternehmen gegenüber Auslandsengagements abzubauen. Finanzierungsfragen hätten im Außenhandel überragende Bedeutung. Börner erwartet trotz der im August rückläufigen Exportzahlen weiterhin ein deutsches Exportwachstum in diesem Jahr von 3,5 Prozent.

Der deutsche Außenhandel macht nach BGA-Angaben 67 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung aus und war zuletzt der einzige gewichtige Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft. Rund 4,7 Millionen Arbeitsplätze hängen in Deutschland vom Export ab. Im internationalen Vergleich ist Deutschland die Nummer zwei bei den Exporten wie bei den Importen.

Der Verbandspräsident unterstrich die Bedeutung der Finanzierungsfrage für die Exporteure. Mehr als 95 Prozent des Exportvolumens werde vom Exporteur finanziert, Barzahlung gebe es nur noch in Einzelfällen, etwa bei Ländern mit schlechter Bonität. Von größeren Problemen der deutschen Exportwirtschaft in Finanzierungsfragen wollte er nicht sprechen. Manches kleinere Unternehmen abseits der Metropolen, das ins Ausland gehen wolle, habe es mit seiner Hausbank aber nicht leicht. „Nicht die Nachfrage begrenzt das Exportvolumen, sondern die realisierbaren und damit für den Lieferanten tragbaren Finanzierungen einschließlich der Risiken“, sagte Börner. Das Finanzierungsvolumen für die deutsche Exportwirtschaft belaufe sich derzeit auf rund 250 Milliarden Euro.

Börner zeigte sich zuversichtlich, dass dann auch die Finanzwelt mit entsprechenden Angeboten für die Mittelständler nachziehen werde. Der Beratungsbedarf des Mittelstandes in Fragen des Exportgeschäftes soll im Zentrum des 5. Deutschen Außenwirtschaftstages stehen, der am 11. November in Bremen stattfindet. Den thematischen Schwerpunkt bilden Fragen der Kreditfinanzierung und Risikomanagements.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%