Vorwurf
Kartellamt untersucht Akustikerinnung

Die Bundesinnung der Hörgeräteakustiker soll gegen kartellrechtliche Vorschriften verstoßen haben. Das Kartellamt untersucht unter anderem, ob Krankenkassen Sonderkonditionen seitens der Bundesinnung der Hörgeräteakustiker zugesagt wurden.
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FRANKFURT. Das Bundeskartellamt prüft derzeit, ob die Bundesinnung der Hörgeräteakustiker (Biha) gegen kartellrechtliche Vorschriften verstoßen hat. Im Rahmen eines so genannten Verwaltungsverfahrens untersucht die Behörde mögliche Verstöße im Zusammenhang mit dem Abschluss von Versorgungsverträgen mit gesetzlichen Krankenkassen, bestätigte das Bundeskartellamt dem Handelsblatt.

Hörgeräte durften in Deutschland in der Vergangenheit auch direkt vom Hals-Nasen-Ohrenarzt an Patienten abgegeben werden - sozusagen in Konkurrenz zu den Hörgeräteakustikern. Dieser so genannte verkürzte Versorgungsweg ist allerdings seit April 2009 erheblich eingeschränkt worden. Der Markt für Hörgeräte in Deutschland beläuft sich auf rund eine Mrd. Euro.

Das Kartellamt untersucht nun unter anderem, ob den Krankenkassen Sonderkonditionen seitens der Bundesinnung der Hörgeräteakustiker zugesagt wurden, wenn diese nicht mehr den verkürzten Versorgungsweg bedienen.

Bei einem Verwaltungsverfahren geht es zunächst darum, dass das Kartellamt die geschäftlichen Unterlagen einsehen kann. Während die Biha angibt, dass man mit dem Bundeskartellamt auch die Einstellung des Verfahrens erörtere, bestätigt das Bundeskartellamt dieses nicht. Das Verfahren dauere an. Der Ausgang sei offen, heißt es dort. tel

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