VR Leasing erwartet Wachstum
Leasing kann Kredit vollständig ersetzen

Die zum genossenschaftlichen Finanzverbund zählende VR Leasing erwartet ein anhaltendes Wachstum für alternative Finanzierungen. "Die Eigenkapitalsituation der Unternehmen wird sich kaum verändern. Deshalb rücken Leasing und Factoring automatisch in den Fokus der Mittelständler", glaubt Reinhard Gödel, Vorstandsvorsitzender der VR Leasing AG in Eschborn.

FRANKFURT. Mit beiden Finanzierungshilfen könne ein Unternehmen heute den Bankkredit sogar voll und ganz ersetzen. Im Zuge der Umstellung in den Banken auf risikogerechte Zinsen hätten viele kleine Firmen und Handwerksbetriebe schlechte Bonitätsnoten bekommen. Das sei aber nichts Schlimmes, man müsse nur lernen, diese Risiken zu managen, sagt Gödel dem Handelsblatt.

Die Leasinganbieter sehen sich gegenüber den reinen Kreditgebern im Vorteil, weil sie die Branche und die Verwertungschancen der Fahrzeuge und Maschinen kennen. Beispielsweise kann eine Druckerei von der Bonität her schlechter sein als andere Firmen, dafür gilt aber die Objektsicherheit als gut. Bei der VR Leasing fallen nur rund 0,20 Prozent der Leasingforderungen pro Jahr aus, das ist weit weniger als im Kreditgeschäft.

Gödel sieht vor allem für kleinere Betriebe gute Chancen, dass sie über das Leasing ihr Wachstum finanzieren können. "Die Ablehnungsquote bei einem Investitionsvolumen bis 50 000 Euro liegt bei der VR Leasing unter drei Prozent. Während bei den klassischen Kreditanfragen fast die Hälfte scheitert - oft wegen fehlender Sicherheiten - geben wir bei 97 Prozent aller Anfragen grünes Licht", sagt Gödel, dessen Institut herstellerunabhängig für die Volks- und Raiffeisenbanken tätig ist.

Nach Angaben des Branchenverbandes BDL stiegen die Leasing-Investitionen im vergangenen Jahr um 8,7 Prozent auf 51,1 Mrd. Euro. Rund ein Viertel aller beweglichen Wirtschaftsgüter werden mittlerweile geleast.

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