Globalisierung in Dax-Konzernen Expansion ins Ausland sichert Jobs in der Heimat

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Jobs für Hochqualifizierte werden kaum verlagert
Die größten Übernahmen deutscher Konzerne
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Im Jahr 2014 übernahm der Merck-Konzern den US-Laborausrüster Sigma-Aldrich für 12,8 Milliarden Euro. Für den Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern war es der größte Zukauf in der Firmengeschichte.

Platz 7
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Der Gasspezialist Linde kaufte im Jahr 2006 den britischen Konkurrenten BOC für 13 Milliarden Euro. Durch die Fusion wurde der deutsche Konzern zum Weltmarktführer für Industriegase.

Platz 6
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Der Baustoffkonzern Heidelberg Cement legte im Jahr 2007 13,7 Milliarden Euro für das britische Unternehmen Hanson auf den Tisch. Durch die bis dato größte Übernahme in der Baustoffindustrie wird HeidelCement zum weltgrößten Hersteller von Zuschlagstoffen.

Platz 5
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Im Jahr 2001 übernahm Eon den britischen Versorger Powergen für 16,6 Milliarden Euro. Durch die Übernahme gelang dem Düsseldorfer Konzern der Eintritt in den größten Energiemarkt der Welt, der USA.

Platz 4
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Im Jahr 2000 bezahlte die Deutsche Telekom für den vergleichsweise kleinen US-Mobilfunker Voice Stream 29 Milliarden Euro. Die heutige Telekom-Sparte T-Mobile US machte den Bonnern lange Zeit Sorgen, heute sprudeln die Gewinne wieder. T-Mobile US ist inzwischen der drittgrößte Mobilfunker in den Vereinigten Staaten.

Platz 3
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Der Düsseldorfer Technologiekonzern Mannesmann zahlt im Herbst 1999 rund 32,8 Milliarden Euro für den britischen Mobilfunker Orange. Kurze Zeit später schluckt dann der britische Telefonriese Vodafone Mannesmann nach einer bis dahin beispiellosen Abwehrschlacht für 180 Milliarden Euro - bis dato die größte Übernahme weltweit.

Platz 2
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Der Stuttgarter Autokonzern Daimler Benz und der drittgrößte US-Autobauer Chrysler zimmern im Sommer 1998 eine „Fusion unter Gleichen“. Chrysler wird bei dem Aktientausch mit rund 38,6 Milliarden Euro bewertet. 2007 trennt sich Daimler dann von Chrysler und verkauft den Unternehmensteil an den Finanzinvestor Cerberus. Inzwischen gehört Chrysler zu Fiat.

Trotz der insgesamt positiven Umsatz- und Beschäftigungsentwicklung der Unternehmen seit 2011 waren die Belegschaften nicht immer vor Stellenabbau gefeit: acht der 30 Unternehmen reduzierten in diesem Zeitraum ihrer Mitarbeiterzahl weltweit, bei 10 Konzernen sank die Beschäftigung in Deutschland. Und bei der Deutschen Bank und der Commerzbank treffen Stellenkürzungen vor allem Jobs in Deutschland.

Die Diskussion, ob Investitionen im Ausland die Belegschaften daheim stützen, ist alt. Experten sehen den Trend, dass die Produktion sich eher verlagert. Das gelte aber nicht für hoch-qualifizierte Jobs wie in Entwicklungsabteilungen. Ein starker Umsatzzuwachs hängt dabei auch an der zunächst größeren Nachfrage auf ungesättigten Märkten. So kommen laut Weltbankdaten in China auf 1000 Einwohner noch keine 100 Autos, in westlichen Industriestaaten dagegen über 500. Und China ist schon heute weltgrößter Pkw-Markt.

„Immer wieder mussten und müssen die Mitarbeiter auch schmerzhafte Zugeständnisse machen, um die Arbeitsplätze am Standort Deutschland zu sichern und zukunftsfähig zu machen“, sagt Meyer. Unter dem Strich stehe aber fest: Deutschland sei ein klarer Globalisierungs-Gewinner und dürfe sich darauf nicht ausruhen.

Kritiker wie das Netzwerk Attac warnen jedoch vor Folgen zulasten der Schwachen: Die Globalisierung orientiere sich einseitig an Konzernen und deren Interessen. Globalisierung von Menschenrechten und von sozialen, ökologischen und demokratischen Standards stehe bei der Eroberung des Auslandes meist nicht auf der Agenda.

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