Taxi in Bangkok: Uber steigt auf das Motorrad

Taxi in Bangkok
Uber steigt auf das Motorrad

Der harte Wettbewerb in Asien zwingt Uber zu Experimenten. Erstmals können Kunden in Bangkok nun Motorrad-Taxis bestellen – und sich so durch die Staus der Megacitys schlängeln. Weitere Städte sollen folgen.

BangkokDas Timing hätte nicht besser sein können: Gerade als der Verkehr in Bangkok wegen einer Hochbahn-Panne komplett kollabiert, startet der Fahrdienst Uber eine Weltpremiere in Thailands Hauptstadt: Seit Mittwoch können Uber-Nutzer in Bangkok nicht nur Autos herbeiordern, sondern auch Motorrad-Taxis bestellen.

Uber sattelt zusätzlich auf das Motorrad um – vorerst zwar nur in Bangkok. Doch schon bald dürften andere Megacitys folgen. Gegenüber dem Handelsblatt kündigte das Unternehmen an, dass Bangkok nur der erste Schritt sein dürfte.

„Wir sind sehr optimistisch, was das Potenzial in anderen Schwellenländern angeht“, sagt ein Sprecher des Unternehmens. „Schon sehr bald dürfte es weitere Neuigkeiten darüber geben.“ Das Konzept habe man extra für die aufstrebenden Volkswirtschaften entwickelt.

Grund sind die enormen Verkehrsprobleme der schnell wachsenden Metropolen: In den verstopften Megacitys der Schwellenländer kommen Autos kaum noch voran, die Infrastruktur hält mit der Zuwanderung nicht Schritt. Bangkok, eine Stadt mit rund zwölf Millionen Einwohnern, hat nur drei Hochbahn-Linien und eine Metro-Linie. Dem Stop-Start-Index der Motoröl-Firma Castrol zufolge stehen Autofahrer durchschnittlich fast 40 Prozent ihrer gesamten Fahrzeit im Stau.

Die mehr als 90.000 registrierten Motorrad-Taxis sind so oft die einzige Möglichkeit, schnell ans Ziel zu gelangen. An fast jeder Straßenecke stehen die Fahrer mit den orangefarbenen Westen und warten auf ihre Kunden. Auch in anderen Städten in Südostasien, wie beispielsweise Jakarta, sind Motorrad-Taxis das Mittel der Wahl, wenn es mal schnell gehen soll.

Abstriche muss man dafür beim Komfort und der Sicherheit machen: Die Fahrer nehmen gerne Abkürzungen über Gehwege, müssen oft direkt hinter einem Bus-Auspuff halten und manchmal scheinen sie noch nicht einmal nüchtern zu sein. Uber verspricht jedoch höhere Sicherheitsstandards. So soll den Passagieren immerhin ein Helm zur Verfügung gestellt werden – bei regulären Fahrten ist das bisher die Ausnahme.

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Uber steigt auf das Motorrad

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Wettbewerb zwingt zur Offensive

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