Warenexport in Schwierigkeiten: Flutschäden in Jakarta sind immens

Warenexport in Schwierigkeiten
Flutschäden in Jakarta sind immens

Die Schäden, die die Flutkatastrophe im Januar in der indonesischen Hauptstadt Jakarta angerichten, könnte in die Milliarden gehen. Die Schätzungen werden laufend nach oben korrigiert. Es gab kaum ein Unternehmen das nicht betroffen war und längst funktioniert noch nicht alles wieder reibungslos.

bfai / S.M. JAKARTA. Die National Planning Development Agency (Bappenas) war zunächst von wirtschaftlichen Überschwemmungsschäden in der Größenordnung von 4,1 Bill. Indonesischen Rupiah (Rp., rund 350 Mio. Euro) ausgegangen. Mittlerweile verdoppelte die Behörde ihre Schätzungen auf etwa 8 Bill. Rp. Die Zahl dürfte sich weiter vergrößern und letztendlich auf umgerechnet mehr als eine MIlliarde Dollar belaufen, wird allgemein erwartet. Noch nicht sämtliche Informationen - insbesondere, was die Beeinträchtigung des Verarbeitenden Gewerbes angeht - wurden in der groben Kalkulation berücksichtigt.

In Kürze wird die Regierung bekannt geben, in welchem Umfang sie Mittel für die Beseitigung von Schäden zur Verfügung stellen will. Ebenfalls in präventive Maßnahmen sollen staatliche Gelder fließen. Dies müsse schon jetzt dringend passieren, fordern Kritiker, die darauf hinweisen, dass der "Spuk" noch nicht vorbei sein könnte.

Eine Vielzahl von Industrieunternehmen in Jakarta und Umgebung war gezwungen, mehrere Tage lang die Produktion einzustellen. Unter anderem die größeren Industriekomplexe in Bekasi, Tangerang, Pulogadung und Kerawang waren betroffen. Selbst wer nur wenig materielle Schäden zu beklagen hatte, litt unter Strom- und Telefonausfällen. Ein Umstellen auf Dieselgeneratoren war nur bedingt möglich, da keine Kraftstoffe nachgeliefert werden konnten. Die Indonesian Employers Association (Apindo) ist dabei, alle Schäden zu kalkulieren, um sie bei Versicherungen geltend zu machen. Von weit mehr als 100 Mill. Dollar war schon im Anfangsstadium der Erfassung die Rede.

Derweil kommt es in dem stark beeinträchtigten Hafen Jakartas, Tanjung Priok Port, zu erheblichen Verzögerungen, die den Unternehmen noch länger Kopfzerbrechen bereiten dürften. Durch die Beschädigungen wurden die Umschlagskapazitäten auf etwa ein Drittel heruntergefahren. Dies führt nicht nur zu weiteren Produktionsengpässen vor Ort, sondern auch in nicht von der Flut betroffenen Gegenden.

Zusätzlich bleiben Lieferungen stecken, und es warten "saftige" Strafgebühren von den Kunden. Verschiedene Exportunternehmen haben bereits um staatliche Unterstützung bei der Tilgung dieser Verzögerungszahlungen gebeten. Die Regierung sicherte inzwischen zu, eine Summe von 2,7 Bill. Rp in verschiedene Schutzmaßnahmen zu investieren, um einer erneuten Überflutung entgegen zu wirken.

Weitere Informationen finden Sie bei der Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai).

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