Wechselkurse
Ohne Absicherung steht viel auf dem Spiel

Auf dem Weltmarkt geht es turbulent zu. Mal schnellen Preise für Rohstoffe in die Höhe, dann sacken sie wieder ab. Auch Währungen entwickeln sich unberechenbar. Unternehmen fällt es schwer, bei so starken Schwankungen sauber zu kalkulieren. Die Unwägbarkeiten schlagen voll auf die Unternehmensbilanzen durch.

FRANKFURT. Auf dem Weltmarkt geht es turbulent zu. Mal schnellen Preise für Rohstoffe in die Höhe, dann sacken sie wieder ab. Auch Währungen entwickeln sich unberechenbar. Unternehmen fällt es schwer, bei so starken Schwankungen sauber zu kalkulieren. Die Unwägbarkeiten schlagen voll auf die Unternehmensbilanzen durch. Umso wichtiger werden Strategien, die Sicherheit vor extremen Ausschlägen versprechen.

Eine Umfrage der Privatbank Hauck & Aufhäuser kommt zu dem Ergebnis, dass sich zwar die meisten Unternehmer der Bedeutung des Rohstoffrisikos bewusst sind. Dennoch sei das Risikomanagement in vielen Fällen noch nicht ausgereift. Die meisten Unternehmen würden einfach versuchen, höhere Preise an den Kunden weiterzugeben. Doch ob die Kunden dabei mitspielen wollen oder können, ist alles andere als sicher.

Mit einem Termingeschäft lässt sich immerhin ein Preis zu einem bestimmten Termin in der Zukunft festlegen. Zum Laufzeitende wird das Geschäft zum fixen Kurs abgewickelt, egal wie sich Preise oder Währungen in der Zwischenzeit tatsächlich entwickelt haben. Das Ganze hat allerdings einen Haken: Wenn das Unternehmen ein Termingeschäft zu einem hohen Preis abgeschlossen hat, der Kurs anschließend aber abstürzt, würde es bares Geld verschenken. Das gut gemeinte Absicherungsgeschäft brächte sogar Verluste ein. Das haben einige Fluggesellschaften bitter erfahren müssen. Sie wollten sich im vergangenen Jahr gegen steigende Kerosinpreise absichern und gingen dafür teure Termingeschäfte ein. In der Zwischenzeit fiel der Preis für Kerosin deutlich - die Airlines mussten dennoch den zuvor vereinbarten hohen Preis zahlen.

Ein Termingeschäft ergibt nur dann Sinn, wenn man in etwa abschätzen kann, in welche Richtung die Kurse tendieren. Doch das ist derzeit genau das Problem. "Wir erleben derzeit einen gewaltigen Umbruch. Wann sich die Märkte wieder beruhigen, lässt sich nicht abschätzen", sagt Stefan Bender, Leiter des Devisenhandels der Deutschen Bank. Die klassische Absicherung über Termingeschäfte reiche in Tagen wie diesen nicht mehr aus.

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