Weihnachtsgeschenke
Ravensburger freut sich über lockere Geldbeutel

Ravensburger, Deutschlands bekanntester Spieleverlag, wächst dieses Jahr viel stärker als erwartet. Auch für 2011 sieht es gut aus, seit Monaten profitiert das Familienunternehmen von der guten Konsumlaune in den Kernmärkten Deutschland und Frankreich.
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RAVENSBURG. Das Weihnachtsgeschäft steht vor der Tür – die schönste Zeit des Jahres für Ravensburger. In diesem Advent ist Vorstandschef Karsten Schmidt besonders gut gelaunt: „Es läuft rund, mit etwas Glück werden wir den Umsatz 2010 um sechs Prozent steigern“, sagte der Chef des größten deutschen Spieleverlags dem Handelsblatt.

Damit ist das Jahr deutlich besser gelaufen, als Schmidt ursprünglich erwartet hatte: Im Frühjahr kündigte der Manager noch stabile Erlöse für 2010 an. Auf der einen Seite profitiert das Familienunternehmen seit Monaten von der guten Konsumlaune in den Kernmärkten Deutschland und Frankreich. Auf der anderen Seite sind es viele erfolgreiche Neuheiten, die für unerwartet hohe Umsätze sorgen.

Die Traditionsfirma aus Oberschwaben hatte schon die schwere Wirtschaftskrise fast unbeschadet überstanden. Im Krisenjahr 2009 war der Umsatz um fast zwei Prozent auf 293 Millionen Euro geklettert, der Gewinn erreichte mit 34 Millionen Euro sogar einen Rekord. „An Weihnachtsgeschenken und an Kindern wird nicht gespart, auch nicht in der Krise“, erklärt Ravensburger-Chef Schmidt den anhaltenden Aufwärtstrend.

Im Aufschwung sitzt das Geld ohnehin locker, das zeigt sich seit Jahresbeginn im gesamten Spielwarenmarkt. Zwischen Januar und Oktober haben die Deutschen sieben Prozent mehr für Puppen, Modellautos und Plüschtiere ausgegeben als im Vorjahr. Das haben die Marktforscher der NPD Group ausgerechnet. Dass das Geschäft so gut läuft, liegt vor allem am Online-Handel: „Zielgruppen, die früher kaum in Kontakt mit Spielwaren kamen, können nun einfach per Mausklick die Faszination der Spielwarenwelt entdecken“, erklären die Experten das Wachstum.

Noch etwas beflügelt laut NPD Group das Geschäft: Die Kinder spielen wieder länger mit traditionellem Spielzeug und wechseln nicht schon im Grundschulalter komplett in die Welt der Unterhaltungselektronik. Das liegt unter anderem an attraktivem und anspruchsvollem technischen Spielzeug, wie es etwa Lego verstärkt in die Läden bringt.

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