Weiterbildung
Qualifizierung muss auch in der Krise sein

Wer auf Weiterbildung setzt, kann die Krise gestärkt bewältigen - mit Zuschuss vom Staat. Dennoch sparen viele Unternehmen bei der Qualifizierung ihrer Mitarbeiter. Dabei können sie nur so ihr Know-how und ihren Standort sichern, sagen Bildungsanbieter. Welche Angebote sinnvoll sind.
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DÜSSELDORF. Lernen und Arbeiten verknüpfen - nach Ansicht von Eckart Severing liegt genau darin der Charme der betrieblichen Weiterbildung. Rückendeckung erhält der Geschäftsführer des Nürnberger Forschungsinstituts Betriebliche Bildung (f-bb) hierbei von der Politik: "Wer jetzt nicht in die Qualifikation seiner Mitarbeiter investiert, dem fehlen in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs die fachlichen Ressourcen, um mitzuhalten", findet auch Angela Merkel - und hebt gerade die betriebliche Weiterbildung als "wichtigen Anschub für den Aufschwung" hervor.

Ein Schubs in die richtige Richtung also, den sich der Bund auch einiges kosten lässt: Allein 2009 und 2010 übernimmt die Bundesagentur für Arbeit für Beschäftigte, die Kurzarbeitergeld beziehen, bis zu 80 Prozent der betriebsbedingten Bildungskosten - und zwar unabhängig von der Firmengröße oder bestimmten Belegschaftsmerkmalen.

Doch Obacht: Laut Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) zeichnet sich die Gefahr einer Zweiklassengesellschaft ab. Auf der einen Seite stehen Unternehmen, welche auch in der Krise auf die Qualifizierung von Mitarbeitern setzen und somit ihre Fachkräfte ebenso aus den eigenen Reihen rekrutieren.

Auf der anderen sind die Unternehmen, die derzeit im Zuge von Sparmaßnahmen und Entlassungen ihre Belegschaft herunterfahren. Die einen wollen gestärkt Gegenwart und Zukunft bewältigen, die anderen sind in der Krise gefangen und möchten einfach nur überleben.

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