Weniger "Ich-AG"
Zahl der Existenzgründer geht zurück

Wegen der schwachen Konjunktur haben sich im vergangenen Jahr weniger Menschen selbstständig gemacht.

HB BERLIN. Nach einer am Donnerstag vorgestellten Studie der KfW Bankengruppe gründeten trotz erweiterter Möglichkeiten wie der „Ich-AG“ rund 200.000 Menschen weniger eine Existenz als im Jahr zuvor. Während die Zahl der Vollerwerbsgründungen mit 670 000 unverändert blieb, gingen die Nebenerwerbsgründungen um 22% auf 760 000 zurück, wie KfW-Chefvolkswirt Norbert Irsch sagte. Die Gründerquote, also der Anteil der Gründer an der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, sei 2004 auf 2,0% von 2,3% im Jahr 2003 gefallen.

In der derzeitigen schwierigen konjunkturellen Lage verzichteten Menschen in abhängiger Beschäftigung häufiger auf ihre Pläne für eine selbstständige Nebentätigkeit, sagte Irsch. Die hauptberufliche Selbstständigkeit sei aber weiterhin eine Alternative zur abhängigen Beschäftigung. Viele Gründer wollten ihre Ideen in die Tat umsetzen und ließen sich vom konjunkturellen Umfeld nicht beeindrucken, sagte Irsch. Andere Gründer unternähmen diesen Schritt, „auch das ist ganz deutlich“, aus Mangel an Erwerbsalternativen, fügte er hinzu.

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