Weniger Konkurrenz aus Osteuropa
Logistikbranche leidet unter dem eigenen Boom

Die deutschen Logistikunternehmen erwarten ein anhaltend starkes Wachstum. Doch weil sich die Warenströme und auf den verstopften Straßen gegenseitig blockieren, stellt sich die Branche buchstäblich selbst ein Bein.

HB BERLIN. In diesem Jahr sei mit einer Umsatzsteigerung um fünf Prozent zu rechnen, sagte der Chef der Bundesvereinigung Logistik (BVL), Peer Witten, zum Auftakt eines Logistik-Kongresses am Mittwoch in Berlin. 2005 erwirtschafteten die zumeist mittelständischen Betriebe mit rund 2,7 Mill. Beschäftigten rund 170 Mrd. Euro. Die Entwicklung könne 2007 anhalten. „Wir sind sehr optimistisch“, sagte Witten.

Allerdings bereiten die anschwellenden Warenströme der Branche auch Probleme. Bei der Bestellung neuer Lastwagen gebe es monatelange Wartezeiten, und die Lieferzeiten von den Häfen ins Hinterland hätten sich auf Grund verstopfter Straßen binnen eines Jahres um ein Viertel verlängert. Erstmals seit langem stiegen die Preise für den Transport von Gütern auf der Straße. „Die Branche erwartet Transportpreiserhöhungen von 30 Prozent in den nächsten 18 Monaten“, sagte der stellvertretende BVL-Chef Frank Straube.

Billigspeditionen aus Osteuropa sind nach Verbandsangaben immer seltener auf deutschen Straßen unterwegs, weil sie im Heimatland ausreichend viele Aufträge an Land ziehen können.

Bis zum Freitag läuft das Branchentreffen der Logistiker in Berlin. 3100 Teilnehmer aus 43 Ländern nehmen nach Angaben der BVL daran teil.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%