Weniger Umsatz und Stellen
Schwaches Jahr für deutsches Handwerk

Trotz des kräftigen Jahresendspurts muss das deutsche Handwerk 2013 leichte Umsatzverluste hinnehmen. In diesem Jahr soll es aber wieder bergauf gehen – vor allem dank der wachsenden Baunachfrage.
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Wiesbaden/BerlinNach dem schwachen Jahresstart hat das deutsche Handwerk 2013 erneut etwas Geschäft verloren. Die Umsätze im zulassungspflichtigen Handwerk gingen im Vergleich zu 2012 um 0,8 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt anlässlich der Internationalen Handwerksmesse in München (12. bis 18. März) am Montag mitteilte. Das war nach dem Rückgang um 3,0 Prozent 2012 das zweite Minus in Folge. Allerdings hatte das deutsche Handwerk sein Geschäft 2011 kräftig um 7,4 Prozent ausgebaut. Die Zahl der Beschäftigten sank im vergangenen Jahr um 0,7 Prozent.

Der Zentralverband des deutschen Handwerks (ZDH) hatte zuletzt trotz des witterungsbedingt schwachen Jahresstarts bei den Umsätzen im Gesamthandwerk eine schwarze Null erwartet. „Die Umsatzentwicklung verbesserte sich im zweiten Halbjahr kontinuierlich“, erklärte der ZDH am Montag in Berlin. Das habe aber nicht ganz gereicht: Im Gesamthandwerk wurde der Umsatz des Vorjahres um 0,6 Prozent verfehlt.

Trotzdem hätten die Handwerksbetriebe eines der besten Ergebnisse seit 2000 erzielt, betonte ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke: „Mit 504,3 Milliarden Euro lagen die Umsätze nur knapp unter dem Niveau von 2008, dem sehr guten Jahr kurz vor der Weltwirtschaftskrise, und um mehr als 40 Milliarden Euro über dem Wert des Krisenjahres 2005.“

Besonders deutlich sanken die Erlöse 2013 nach Angaben der Statistiker im Ausbaugewerbe (minus 1,5 Prozent) - also etwa bei Elektrotechnikern oder Installateuren in Neubauten - sowie im Kraftfahrzeuggewerbe (minus 1,2 Prozent). In den sogenannten Handwerken für den gewerblichen Bedarf, zu denen beispielsweise Metallbauer und Feinwerkmechaniker gehören, sanken die Umsätze um 1,0 Prozent. Auch im Bauhauptgewerbe gingen die Umsätze im vergangenen Jahr um 0,5 Prozent zurück. „Eine Ursache dafür war die bis in den Mai anhaltende winterliche Witterung“, erklärten die Statistiker.

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