Werbung von Fachkräften
Engagiertes Personalmanagement lockt engagierten Nachwuchs

Mittelständler mit gutem Personalmanagement sind auf dem Markt erfolgreicher und können qualifizierte Mitarbeiter langfristig an sich binden. Die attraktivsten Arbeitgeber bieten deshalb nicht nur Weiterbildungsmöglichkeiten an. Sie kümmern sich auch um harmonierende Teams und gesundheitliche Vorsorgeuntersuchungen ihrer Beschäftigten.

KÖLN. Mit Fachkräftemangel hat Martin Hubschneider nicht zu kämpfen. Der Vorstand der Karlsruher CAS Software AG hat jedes Jahr mehr als 500 Bewerbungen auf dem Tisch: "Dieses Jahr haben wir schon 16 neue Leute eingestellt." CAS darf sich "Arbeitgeber des Jahres 2009" nennen, nachdem die Compamedia GmbH aus Überlingen, die im Rahmen der Studie "Top Job" jedes Jahr die 100 besten Arbeitgeber im Mittelstand sucht, den Hersteller von Kundenmanagement-Software zum Spitzenreiter auserkoren hat.

Die konsequente Einbindung der Personalarbeit in die Gesamtstrategie des Unternehmens sowie die Sicherheit, mit der sich CAS auf diesem Managementfeld bewege, habe die Jury beeindruckt, heißt es bei Compamedia. CAS-Chef Hubschneider übersetzt das Urteil so: "Wir wollen Menschen erfolgreicher machen. Unsere Kunden ebenso wie unsere Mitarbeiter." So bietet der IT-Spezialist seinen 180 Angestellten nicht nur eine virtuelle Bibliothek zur fachlichen Weiterbildung an. In der firmeneigenen CAS-Akademie finden Workshops zum Führungsverhalten genauso regelmäßig statt wie Englisch-Kurse. Das Engagement in der Personalarbeit zahlt sich aus: "Wir bekommen nicht nur die besten Kräfte", sagt Hubschneider, "Unsere Mitarbeiter sind mit Begeisterung bei der Arbeit und sorgen für zufriedene Kunden."

Das Rezept scheint auch anderswo aufzugehen: Gute Personalmanagement aktiviert laut Compamedia nämlich das Potenzial der Mitarbeiter und steigert ihre Motivation - und das gilt als zentrales Element für den Unternehmenserfolg. Wesentlich für eine erfolgreiche Personalarbeit sei eine Unternehmenskultur des Vertrauens, sagt Studienleiterin Heike Bruch. Gut funktionierende und offene Kommunikation zwischen Angestellten und Chefetage sei das A und O: So bekommen bei 87 Prozent der ermittelten 100 besten Arbeitgeber die Beschäftigten regelmäßige Leistungsbewertungen mit Feedback. "Beeindruckend und keinesfalls selbstverständlich ist, dass bei 90 Prozent der Top-Job-Unternehmen Mitarbeiter regelmäßig über operative Leistungen ihres Unternehmens informiert werden", sagt Bruch.

Auch bei CAS offenbart man Unternehmensziele und aktuelle Entwicklungen in einer vierteljährlichen Konferenz allen Beschäftigten. Noch wichtiger als das Verständnis für die Zahlen ist dem Softwarehersteller aber, dass die Beschäftigten sich untereinander gut verstehen. Auf die Mitarbeiterauswahl legt das Softwarehaus deshalb besonderen Wert: "Wir stellen nur Leute ein, die perfekt in unser Team passen", sagt CAS-Vorstand Hubschneider.

Jeder Bewerber durchläuft dazu einen strengen Auswahlprozess: Gefällt die Bewerbungsmappe, folgt zunächst ein Telefoninterview mit dem Personalreferenten. Die Niederschrift des Gesprächs geht anschließend zumindest an jene Führungskraft, die für den künftigen Mitarbeiter verantwortlich sein wird. Ist dessen Einschätzung ebenso positiv, darf der Bewerber zum persönlichen Gespräch in die Firmenzentrale kommen, wo er von mehreren Führungskräften, dem Personalchef und einem Betriebspsychologen noch einmal gründlich auf Teamfähigkeit abgeklopft wird. "Nur wenn alle Beteiligten den Kandidat für passend halten, stellen wir ihn ein", sagt Hubschneider.

Auf Teamgeist legt auch die Osnabrücker BUW Unternehmensgruppe Wert. Der Fünftplatzierte im Arbeitgeber-Ranking konnte die Kategorie "Kultur und Kommunikation" für sich entscheiden. Die gemeinschaftliche Unternehmenskultur des Callcenter-Dienstleisters versinnbildlicht der F.C. Real, ein firmeneigener Fußballclub: "Tugenden wie Teamgeist, Fairplay, Leidenschaft und Siegeswille werden bei uns im Sport wie auch im beruflichen Alltag gelebt", sagt BUW-Personaldirektorin Tanja Schilling.

Wie in einer Fußballmannschaft wisse jeder Einzelne der mehr als 3 400 BUW-Mitarbeiter, dass er ein wesentlicher Teil des Teams sei. Für Mitarbeiter ohne Fußball-Begeisterung veranstaltet die Firma Marathon-Events, Poker- und Doppelkopfturniere. Auch Partys und ein Weihnachtsball zum Jahresende tragen zum Wir-Gefühl bei. Und das Bestehen der Unternehmensgruppe wird regelmäßig gemeinsam gefeiert: "Zum BUW-Geburtstag im März gab es Pommes und Currywurst für alle", sagt Personal-Chefin Schilling.

Besonders lobenswert: Das Osnabrücker Unternehmen kümmert sich nicht nur um die Begeisterung, sondern auch um die Gesundheit der Mitarbeiter. Ein innerbetriebliches Gesundheitsprogramm bietet etwa Screenings zur Früherkennung eines erhöhten Schlaganfall- oder Herzinfarktrisikos an.

Die Auszeichnung als einer der attraktivsten 100 Arbeitgeber im Mittelstand zeigt für den geschäftsführenden Gesellschafter Karsten Wulf, dass BUW mit seiner Personalarbeit auf dem richtigen Weg ist. Und mehr als 11 000 Bewerbungen, die jedes Jahr in der Personalabteilung der Firmenzentrale eingehen, bestätigten die Attraktivität aber mindestens genauso stark.

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