Mittelstand

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Werkzeugbranche: Würth bekommt Südeuropas Krise zu spüren

Beim Weltmarktführer für Montage- und Befestigungsmaterial ist der Umsatz langsamer gewachsen. Insbesondere in Südeuropa brachen die Verkaufszahlen ein. Für 2013 schließt Würth Jobverluste nicht aus.

Ein Logo der Firma Würth. Der Werkzeughändler erlebt einen Umsatzeinbruch in Südeuropa. Quelle: ap
Ein Logo der Firma Würth. Der Werkzeughändler erlebt einen Umsatzeinbruch in Südeuropa. Quelle: ap

KünzelsauEuropas Staatsschuldenkrise hat wichtige Märkte für den Handelskonzern Würth mit voller Wucht getroffen und damit das gesamte Geschäft spürbar gebremst. Der für seine Schrauben bekannte Weltmarktführer bei Montage- und Befestigungsmaterial verpasste daher sein zur Jahresmitte noch aufrecht erhaltenes Umsatzziel, 2012 beim Umsatz erstmals die Grenze von 10 Milliarden Euro zu knacken. Die stattdessen erreichten 9,98 Milliarden Euro seien aber trotzdem ein neuer Rekord und 2,9 Prozent Plus, teilte der Konzern am Donnerstag im baden-württembergischen Künzelsau anhand vorläufiger Zahlen mit.

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Der Sprecher der Konzernführung, Robert Friedmann, nannte in einer Mitteilung sehr erfreuliche Entwicklungen besonders in Nordamerika und Skandinavien, die ein Gegengewicht zu den Problemen in Südeuropa gebildet hätten. Eine Sprecherin sagte auf Nachfrage: „Vor allem Italien, Spanien und Griechenland waren betroffen.“

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Gerade die großen Volkswirtschaften Spanien und Italien sind für Würth nach eigenen Angaben in der Vergangenheit wichtige Umsatz- und Ergebnisbringer gewesen. Wie stark die einzelnen Einbrüche jeweils waren, sagte die Sprecherin nicht und verwies auf die detaillierte Bilanz, die im Mai veröffentlicht werden solle.

Das Ergebnis vor Steuern für 2012 werde zwischen 410 und 420 Millionen Euro liegen. Das wären etwa fünf Prozent Zuwachs, nachdem 2011 vor Steuern 395 Millionen Euro zusammengekommen waren. Den Gewinn nach Steuern will Würth ebenfalls mit der Jahresbilanz mitteilen.

Mittelstand

Ende des vergangenen Jahres arbeiteten weltweit 65 169 Menschen für die Würth-Gruppe, was ein Rückgang von 944 Beschäftigten (1,4 Prozent) ist. Das Minus resultiere aus angepassten Belegschaftsgrößen in den kriselnden Ländern, sagte die Sprecherin. Dort seien auch 2013 weitere Jobverluste nicht auszuschließen. In Deutschland dagegen wuchs die Zahl vergangenes Jahr um rund 500 Mitarbeiter auf 19.605. Zur Prognose für die nächsten Monate erklärte Würth: „Die Planung für 2013 sieht die Würth-Gruppe bei einem Wachstum im mittleren einstelligen Bereich.“ Vorhersagen zum Gewinn gibt es noch nicht.

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