Windows 7
„Sicher, ohne den Nutzer zu stören“

Kann Microsoft mit dem Windows-Vista-Nachfolger „Windows 7“ an alte Tugenden anknüpfen? Susanne Viczian, Director Business Group Windows Client Commercial bei Microsoft Deutschland, über das neue Betriebsystem aus Unternehmersicht.
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Handelsblatt: Frau Viczian, als „Windows Vista“ Anfang 2007 auf den Markt kam, versprach Microsoft im damaligen Interview für unser Magazin, das neue Betriebssystem werde vor allem Übersicht und Ordnung in die zunehmende Datenflut bringen. Was sind nun Ihre Hauptargumente für den Nachfolger „Windows 7“?

Susanne Viczian: Die unternehmensweite Suche ermöglicht das schnellere Auffinden von Informationen in verschiedenen Netzwerken und SharePoint-Sites. Personalisierbare Bibliotheken beschleunigen den Zugriff auf Dokumente, und IT-Administratoren können häufig genutzte Links im Start-Menü oder im Windows Explorer anlegen. Außerdem erleichtern wir mit neuen Funktionen wie DirectAccess, BitLocker to Go und BranchCache das Leben der IT-Administratoren und unterstützen das Senken der IT-Kosten.

Sehen Sie die Gefahr, dass die Sicherheit des Betriebssystems zulasten des Bedienkomforts geht?

Nein, die Benutzerkontensteuerung gibt in „Windows 7“ weniger Rückmeldungen an den Nutzer aus und bietet mehr Konfigurationsmöglichkeiten für den IT-Administrator. Zudem sind die meisten Sicherheitsfunktionen bereits voreingestellt und arbeiten automatisch im Hintergrund, ohne den Nutzer zu stören.

Gibt es wieder mehrere Varianten für verschiedene Zielgruppen wie bei „Vista“?

Ja, allerdings weniger: Verbraucher erhalten mit „Windows 7 Home Premium“ alle Funktionen für die private Nutzung, Unternehmen profitieren dagegen von „Windows 7 Professional“. Für spezielle Bedürfnisse und Märkte gibt es weitere Editionen, etwa für große Unternehmen „Windows 7 Enterprise“, das nur über Volumen-Lizenzprogramme erhältlich ist.

Testanwender bemängelten vor der offiziellen Produkteinführung, dass Standardanwendungen noch nicht in jedem Fall für „Windows 7“ verfügbar sind. Wie sollen Ihre Kunden damit umgehen?

„Windows 7“ wird mit allen Geräten und Anwendungen kompatibel sein, die unter „Windows Vista“ lauffähig sind. Daher muss noch keine eigene Version für „Windows 7“ verfügbar sein, um die Anwendung auch nach einem Upgrade weiter nutzen zu können. Für ältere Versionen gibt es zudem den integrierten „Windows XP“-Modus.

Worauf sollten Unternehmen bei der Umstellung von einer Vorgängerversion auf das neue Windows achten?

Bei einem Umstieg von „Windows Vista“ auf „Windows 7“ sind die Upgrade-Pfade zu beachten – wer etwa „Windows Vista Business“ nutzt, kann direkt auf „Windows 7 Professional“ oder „Ultimate“ aktualisieren. Beim Umstieg von „Windows XP“ auf „Windows 7“ muss dagegen in allen Fällen eine Neuinstallation durchgeführt werden.

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