Wirtschaftsboom
Kubaner handeln kräftig

In Kuba boomt die Wirtschaft. Dadurch nimmt der Handel mit anderen Staaten zu. 2006 wird wohl ein Rekordjahr. Von dem Aufschwung profitieren auch deutsche Firmen. Sie haben in der Gunst der Kubaner deutlich zugelegt.

bfai CARACAS. Wie Kubas Außenhandelsminister Raúl de la Nuez im 4. Quartal 2006 bekannt gab, hat sich der gesamte internationale Warenaustausch bis einschließlich September 2006 um 27 Prozent gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode erhöht. Absolute Werte wurden dabei nicht vorgelegt. Sollte sich der bestehende Trend fortsetzen, dürfte das Gesamtjahr jedoch mit Ex- und Importen in Höhe von fast 13 Mrd. US-Dollar abschließen (2005: 10,1 Mrd. US-Dollar). Hierbei ist zu berücksichtigen, dass der konvertierbare kubanische Peso gegenüber der US-Währung im Verlauf des Jahres 2005 um etwa 8 Prozent aufgewertet wurde.

De la Nuez betonte, dass im Verlauf dieses Jahres vor allem die Einfuhren solcher Produkte angezogen hätten, die mit den Entwicklungsprogrammen der kubanischen Regierung in Verbindung stehen. Zu letzteren zählte der Minister beispielsweise die grundlegende Reform im Energiesektor, den Transportsektor sowie den so genannten Wettstreit der Ideen ("batalla de ideas").

Nach Angaben des Ministers wuchsen die kubanischen Einfuhren von Maschinen, Ausrüstungen und Ersatzteilen in den ersten neun Monaten 2006 um 104 Prozent, während die Importe von Fahrzeugen um 49 Prozent zulegten und die Auslandskäufe von Metallen und Metallwaren um 23 Prozent. Gemäß den offiziellen Außenhandelszahlen des Statistischen Amtes ONE für 2005 beliefen sich die Einfuhren in den entsprechenden Kategorien des SITC (71 bis 74, 78 und 79 sowie 67 bis 69) im Gesamtjahr 2005 auf 864,0 Mill. US-Dollar, 358,0 Mill. US-Dollar beziehungsweise 497,0 Mill. US-Dollar (2004: 480,6 Mill. US-Dollar, 225,3 Mill. US-Dollar, 305,0 Mill. US-Dollar).

Die Einfuhren von Nahrungsmitteln beliefen sich 2005 auf rund 1,3 Mrd. US-Dollar, diejenigen von Erdöl und -derivaten auf circa 2,0 Mrd. US-Dollar. 2004 lagen die entsprechenden Werte noch bei rund 1,0 Mrd. US-Dollar beziehungsweise 0,9 Mrd. US-Dollar.

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