Wirtschaftslage im Mittelstand
Tendenz steigend

Ein Viertel (25,9 Prozent) der in diesem Frühherbst von Creditreform befragten 4.000 Unternehmen bezeichnet ihre aktuelle Geschäftslage mit sehr gut oder gut. Das sind 3,2 Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr.

Der Anstieg der guten Bewertungen zur Geschäftslage zieht sich durch alle Branchen mit Ausnahme des Dienstleistungssektors: Hier sanken die positiven Beurteilungen von 27,4 auf 23,6 Prozent. Der boomende Export in Deutschland zeigt Auswirkungen auf den Mittelstand. Am häufigsten bewerten Betriebe aus dem Verarbeitenden Gewerbe ihre aktuelle Geschäftslage mit sehr gut und gut: 30,9 Prozent signalisieren eine positive Geschäftssituation (Vorjahr: 21,3 Prozent).

Mehr Mittelständler berichten über gestiegene Umsätze: 26,6 Prozent (Vorjahr: 23,3 Prozent) können auf steigende Umsätze verweisen - und weniger als ein Drittel (30,7 Prozent; Vorjahr: 36 Prozent) mussten Umsatzeinbußen verkraften. Parallel zu den Angaben zur Geschäftslage konnte das Verarbeitende Gewerbe auch das größte Umsatzplus unter allen Branchen verbuchen: 30,4 Prozent haben höhere Umsätze erzielt, im letzten Herbst waren es nur 22,3 Prozent. Aber auch der Handel konnte um 4,3 Prozentpunkte auf 29,3 Prozent gute Bewertungen zulegen. Abnahmen bei den guten Bewertungen zur Umsatzsituation verzeichnet hingegen das Baugewerbe: Konnten im Herbst 2003 noch 22,3 Prozent der befragten Baubetriebe auf steigende Umsätze verweisen, sind es aktuell nur noch 21,8 Prozent.

Nur noch 22 Prozent der Mittelständler haben ihren Personalbestand verkleinert. Im Vorjahr waren es noch 26,3 Prozent. Auch die Zahl der Betriebe, die mehr Arbeitskräfte einstellen konnten, verbesserte sich leicht um einen Prozentpunkt auf 18,1 Prozent. Und wieder ist das Verarbeitende Gewerbe Vorreiter in Sachen Personaleinstellung: 23,1 Prozent der Befragten dieses Hauptwirtschaftsbereiches haben ihren Personalbestand vergrößert (Vorjahr: 17 Prozent). Bei 20,7 Prozent (Vorjahr: 27,3 Prozent) ist noch von einer Verkleinerung der Personaldecke die Rede.

Ihre künftige Umsatzsituation beurteilen die Mittelständler verhaltener als noch vor einem Jahr: Nur 20,9 Prozent der Befragten erwarten steigende Umsätze. Im Herbst 2003 waren es noch 22,1 Prozent. Die pessimistischere Umsatzerwartung rührt vom Bau her: Gaben hier im letzten Jahr noch 13,7 Prozent an, auf steigende Umsätze zu setzen, sind es aktuell nur noch 9,1 Prozent. Hingegen rechnen 36,7 Prozent mit sinkenden Umsätzen - 2003 waren es lediglich 28,6 Prozent.

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