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Wohnmobil-Hersteller: Knaus Tabbert schafft das Comeback

Eine Insolvenz ist nicht das Ende: Diese Binsenweisheit hat Knaus Tabbert eindrucksvoll bestätigt. Denn der Wohnmobil-Hersteller hat sich in der Insolvenz gesundgeschrumpft und plant, 2010 wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Die Zahl der Mitarbeiter soll auch wieder leicht steigen.

Knaus Tabbert schreibt wieder schwarze Zahlen. Quelle: dpa
Knaus Tabbert schreibt wieder schwarze Zahlen. Quelle: dpa

HB FRANKFURT. Bei einem Umsatz von 130 Mio. Euro sei im vergangenen Jahr ein Nettogewinn von 2,8 Mio. Euro erzielt worden, teilte das bayerische Unternehmen am Montag mit. Knaus Tabbert war von der auf Sanierungsfälle spezialisierten niederländischen HTP aufgefangen worden. Vor der Pleite hatte das Unternehmen aus Jandelsbrunn im Bayerischen Wald mit 1700 Menschen bis zu 300 Mio. Euro im Jahr umgesetzt und bis zu 18 000 Wohnwagen und -mobile gebaut. Von März bis Dezember 2009 produzierten 900 Mitarbeiter knapp 8000 Einheiten.

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„Wir gehen davon aus, in diesem Jahr wieder eindeutig schwarze Zahlen zu schreiben“, sagte Geschäftsführer Giovanni Marcon. Zwar müsse sich an den Standorten und bei den Produkten noch einiges ändern, doch werde die Belegschaft in der zweiten Jahreshälfte eher noch zunehmen. Der Branchenverband rechne für 2010 zwar mit einem Rückgang des Marktes um rund zehn Prozent.

Die Produktion der Freizeitfahrzeuge könne aber trotzdem leicht anziehen, nachdem sie sich innerhalb von zwei Jahren auf 120 000 fast halbiert habe, sagte Marcon der Nachrichtenagentur Reuters. 2009 seien die hohen Lagerbestände aus der Vergangenheit geräumt worden.

„Langfristig wollen wir Knaus Tabbert zu einem Branchenführer in Europa entwickeln“, sagte HTP-Eigentümer Wim de Pundert. Der größere Knaus-Konkurrent Hymer hatte die Krise erst 2009 zu spüren bekommen: Ein Umsatzeinbruch um 28 Prozent führte das Unternehmen aus Bad Waldsee 2008/09 zu einem Verlust von 40 Mio. Euro.

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