Worauf ich stolz bin

Die Firmenübergabe ist geregelt

Der Schicksalsschlag in der Familie liegt zwar Jahrzehnte zurück, dennoch tragen die Lektionen daraus bis heute. Die Familie Durach hat bei Develey die Nachfolgefrage penibel geregelt.
  • Michael Durach
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Michael Durach ist auch Herr über den Löwensenf: Seine Nachfolge ist für den Fall der Fälle bereits in einer Familienverfassung geregelt. Quelle: Thomas Einberger für Handelsblatt

Michael Durach ist auch Herr über den Löwensenf: Seine Nachfolge ist für den Fall der Fälle bereits in einer Familienverfassung geregelt.

(Foto: Thomas Einberger für Handelsblatt)

Wie heute mein Bruder und ich, haben früher mein Vater und sein Bruder die Firma geführt. Als unser Onkel starb, verlor mein Vater den Sparringspartner. Ein wesentlicher Teil von nachhaltiger Unternehmensführung ist, auf so etwas vorbereitet zu sein.

Wir haben eine Familienverfassung, die ganz klar festlegt, wer wann wie ins Unternehmen kommt und wer wem nachfolgt. Das haben zwar viele – aber man muss sich auch dran halten. Das ist eine Verantwortung gegenüber dem Unternehmen.

Den goldenen Weg der Übergabe gibt es aber nicht. Er verlangt beiden Seiten viel Verständnis ab. Derjenige, der die Jungen ranlässt, muss klären: Sind die Kinder als Nachfolger geeignet? Die meisten haben nicht die Courage, im Spannungsfeld zwischen Liebe und Härte abzuwägen und sind dann oft nicht ehrlich. Oder die Senioren erkennen nicht, wann es Zeit ist, das Ruder abzugeben.

Wenn ich morgen vor den Baum fahre – was ich nicht hoffe – ist die Nachfolge geregelt und was mit den Anteilen geschieht.

Die Firma steht immer im Vordergrund und darf durch Streit im Gesellschafterkreis nicht zerstört werden. Aber zum Glück verstehen mein Bruder und ich uns super.

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