Würth und die Fußball-WM „Außendienstler kontrolliert niemand“

Die Produktivität der Wirtschaft leidet wohl unter der Fußball-Weltmeisterschaft. Der Schraubenhersteller Würth fürchtet, dass vor allem Mitarbeiter im Außeneinsatz zum spätern Dienstantritt verleitet werden könnten.
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Unternehmerlegende Reinhold Würth: Per Brief maßregelt er seinen Außendienst. Quelle: dpa

Unternehmerlegende Reinhold Würth: Per Brief maßregelt er seinen Außendienst.

(Foto: dpa)

KünzelsauIm vergangenen Jahr machte „Schraubenkönig“ Reinhold Würth seinen Außendienstlern mit einem Brandbrief Beine, zur Fußball-WM fürchtet er nun erneut um deren Arbeitsmoral. „Ich mache mir wegen der Fußball-WM Sorgen, was die Wirtschaft betrifft“, sagte der Unternehmer der Nachrichtenagentur dpa. Die Zeit, die die Menschen mit Fußballschauen verbrächten, koste Produktivität - erst recht, wenn sie danach morgens später mit dem Arbeiten anfingen.

„Das gilt vor allem für Außendienstler, die kontrolliert ja niemand. Wenn die statt um halb 8 erst um halb 11 beim Kunden sind, geht viel Arbeitszeit verloren.“

Würth hatte seinen Mitarbeiter zuletzt in einem Brief aufgerufen, früher beim Kunden zu sein. Während der Fußball-Weltmeisterschaft sieht Würth mit Blick auf den verspäteten Dienstbeginn immerhin einen Vorteil: „Das einzig Gute ist, dass es der Konkurrenz ja dann genauso geht.“

  • dpa
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