Zahl der Beschäftigten sank um sieben Prozent
Holz- und Möbelindustrie streicht massiv Stellen

Die Deutsche Holz- und Möbelindustrie rechnet für 2003 mit einem Negativ-Rekord beim Personalabbau in der Branche.

HB KÖLN. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres seien rund 13 000 Arbeitsplätze weg gefallen. „Ich befürchte, dass wir beim Stellenabbau wirklich in diesem Jahr einen Negativrekord aufstellen“, sagte Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer der Verbände der Holz- sowie Möbelindustrie am Mittwoch.

„Wir glauben, dass wir am unteren Ende der Fahnenstange Ende 2003 angekommen sein werden. Alle Indikatoren sprechen dafür, dass im kommenden Jahr der Umschwung kommt“, sagte Klaas. Im Geschäftsjahr 2002 sank der Umsatz um fast sieben Prozent auf 36,8 Mrd. Euro. Für das laufende Jahr prognostizierte der Verbandschef noch einmal einen Umsatzrückgang auf 36,2 Mrd. Euro. „Auf diesem abgesenkten Niveau hoffen wir auf ein Plus von zwei Prozent in 2004“, sagte Klaas.

Insgesamt schrumpfte die Zahl der Betriebe im vergangenen Geschäftsjahr um rund sechs Prozent auf 3 160. Die Zahl der Beschäftigten sank dabei um rund sieben Prozent auf 254 500 Ende 2002. „Noch nie mussten so viele Arbeitnehmer entlassen werden wie in diesem Halbjahr“, sagte Klaas. Die deutschen Unternehmen der Holz- und Möbelindustrie sind besonders in Ostwestfalen, Baden-Würtemberg und Bayern angesiedelt.

Konsumenten zeigen wenig Kauflust

Allerdings hoffe die Branche mit derzeit 241 000 Beschäftigten nach einem nun dreijährigen Umsatzminus für das kommende Jahr auf eine Wende. Für das Gesamtjahr 2003 sieht es dagegen beim Umsatz noch eher düster aus. Der Experte prognostizierte bei der Möbelindustrie ein Minus gegenüber dem Vorjahr von bis zu zwei Prozent und bei der Holzindustrie von bis zu drei Prozent. Ähnlich wie beim Personalabbau zeigte sich im ersten Halbjahr auch bei der Zahl der Industriebetriebe die Auswirkung der anhaltend schlechten Kauflust der Konsumenten.

Erfreulich habe sich die Situation der Branche bei den Exporten entwickelt. „Die Exporte in der deutschen Möbelindustrie ziehen an - die meisten Waren gehen in die EU“, sagte Klaas. Im ersten Quartal 2003 um 6,6 Prozent auf 1,26 Mrd. Euro im Vorjahresvergleich. Die Importe stiegen im entsprechenden Zeitraum um neun Prozent auf 1,8 Mrd. Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%