Zahl der Verbraucherinsolvenzen steigt aber an
Pleitewelle bei Unternehmen ebbt ab

Die Zahl der Firmenpleiten ist in Deutschland im Februar um 3,9 Prozent zum Vorjahr gesunken. Insgesamt meldeten die Gerichte 2 962 Unternehmensinsolvenzen, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.

HB WIESBADEN. Die Gesamtzahl der von den Amtsgerichten registrierten Insolvenzen stieg jedoch um 15,6 Prozent, da die Verbraucherpleiten um fast 44 Prozent zulegten. Grund für den starken Anstieg der privaten Pleiten ist nach Ansicht von Experten die Vereinfachung des Insolvenzrechts. Allein im Februar registrierte das Amt fast 4 700 zahlungsunfähige Verbraucher.

Nach Angaben der Gerichte beliefen sich die Forderungen der Gläubiger im Februar auf 2,5 Milliarden Euro, das sind 0,4 Milliarden weniger als im Februar 2004. Davon seien rund 60 Prozent ausstehende Zahlungen von Unternehmen. Im Januar war die Zahl der Insolvenzen bereits stark gesunken, erstmals seit November 2003 waren weniger als 3 000 Firmen Pleite gegangen.

Die Daten bestätigen die Prognose des Bundesverbandes Deutscher Inkassounternehmen, wonach die Pleitewelle bei deutschen Unternehmen allmählich abebbt, die Zahl der Verbraucherinsolvenzen aber weiter steigt. Im laufenden Jahr rechnet der Verband nach früheren Angaben mit rund 38 000 Firmenzusammenbrüchen, nach 39 213 im Jahr 2004. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen dürfte mit 60 000 Fällen dagegen ein Rekordniveau erreichen.

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