Zahlreiche Wohn-, Büro-, Handels- und Logistikprojekte geplant: Prag bleibt Eldorado für die Baubranche

Zahlreiche Wohn-, Büro-, Handels- und Logistikprojekte geplant
Prag bleibt Eldorado für die Baubranche

bfai PRAG. Der Bausektor in Tschechien befindet sich in einer ungewöhnlich guten Verfassung. Die Branche erzielte 2003 im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs von 8,9% nach einem Plus von 2,5% im Jahr 2002. Für den Boom sorgten vor allem die niedrigen Zinsen und die weitere Belebung der Wirtschaft. Nicht zuletzt hoffen die Firmen nach dem EU-Beitritt des Landes auf ein Anziehen der Auslandsnachfrage und investieren deshalb schon jetzt kräftig in den Ausbau ihrer Kapazitäten. Die Hauptstadt Prag bleibt weiterhin die Baustelle Nummer eins in Tschechien.

Die Bauwirtschaft wird nach Auffassung von Branchenkennern auch 2004 die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Tschechischen Republik maßgeblich mitbestimmen mit einem erwarteten Wachstum von ca. 5 bis 8%. Den absoluten Schwerpunkt im Baugeschehen bildet wie schon in den Vorjahren die Errichtung neuer Objekte (Hyper- und Supermärkte, Bürogebäude, Logistikzentren und industrielle Fertigungsbauten). Da sich die Investitionen in die Modernisierung bereits bestehender Objekte weiterhin auf einem bescheidenen Niveau bewegen werden (prognostizierter Anteil am gesamten Leistungsumfang in der Branche ca. 15%), dürfte auch die zusätzliche Wertschöpfung in der Bauwirtschaft insgesamt auf dem geringen Niveau des Vorjahres verharren. Der geschaffene Mehrwert betrug 2002 in vergleichbaren Preisen lediglich 92% des Niveaus von 1995 (Daten für 2003 liegen noch nicht vor).

Hinter dem erwarteten Leistungszuwachs im tschechischen Baugewerbe stehen in erheblichem Maße die in Prag bereits in Angriff genommenen oder geplanten Bauprojekte. Nach Angaben des Tschechischen Statistischen Amtes (CSU) entfiel in den vergangenen Jahren auf die Hauptstadt im Schnitt ein Drittel des gesamten Branchenumsatzes (Betriebe mit 20 und mehr Mitarbeitern). Der Pro-Kopf-Umsatz pro Beschäftigten im Baugewerbe überstieg in Prag die landesweite Quote um gut 200%.

Unter den aktuellen Projekten in der Stadt ragen vor allem Vorhaben für den Bau neuer Wohnungen, Bürobauten und Handelseinrichtungen sowie für den Ausbau der lokalen logistischen Infrastruktur heraus. So plant die Bauentwicklungsgesellschaft Portland Trust gegenwärtig die Umsetzung ihrer zweiten Etappe für die Schaffung eines großen attraktiven Einkaufszentrums in Prag-Zlicin. Diese umfasst die Errichtung von rd. 20.000 qm weiteren Einzelhandelsflächen für ca. 40 Geschäfte einschließlich eines Hypermarktes. Im Herbst 2003 erhielt die größte tschechische Baufirma Skanska CZ den Zuschlag für den ca. 2,7 Mrd. Kc (rd. 85 Mill. Euro) teuren Bau des neuen Sitzes der Tschechoslowakischen Handelsbank. Das Projekt sieht die Errichtung von 40.000 qm Büroflächen für den Bedarf der ca. 2.400 Bankmitarbeiter vor und soll etwa gegen Ende 2006 seiner Bestimmung übergeben werden.

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