ZEW-Studie
Deutschland bietet High-Tech-Gründern keine Perspektive

Finanzierungsprobleme und Fachkräftemangel hemmen in Deutschland einer ZEW-Studie zufolge die Gründung von High-Tech-Unternehmen. Wegen des geringen Wirtschaftswachstum in Deutschland fehlen jungen Unternehmen die Perspektiven.

HB BERLIN. Im vergangenen Jahr seien 16 Prozent weniger neue Firmen auf den Markt gekommen als 2004, im Vergleich zu 1995 seien es sogar 30 Prozent weniger gewesen, teilte das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Mittwoch mit. „Die sinkenden Gründungszahlen im High-Tech-Bereich sind ein Alarmzeichen ersten Ranges“, erklärte Georg Licht vom ZEW.

In einer Umfrage unter rund 1000 jungen High-Tech-Gründern klagte jeder Dritte über Finanzierungsprobleme, oft wegen fehlender betriebswirtschaftlicher Fachkenntnisse. Aber auch der Mangel an qualifiziertem Personal - vor allem an naturwissenschaftlich-technischen Fachkräften - hemmt die Entwicklung jedes fünften Unternehmens.

Wichtige Impulse kommen der Studie zufolge aus den Universitäten: 69 Prozent der aller High-Tech-Gründer haben einen Hochschulabschluss, in fast 20 Prozent der Firmen war einer der Gründer zuvor an einer Universität oder öffentlichen Forschungseinrichtung beschäftigt und bei rund zehn Prozent der Firmen entstammt die Gründungsidee direkt der Wissenschaft.

Auch nach dem Start des Unternehmens bleibt die Forschung von zentraler Bedeutung: Firmen, die sich in Forschung und Entwicklung engagieren, weisen im Schnitt ein höheres Umsatzwachstum auf und schaffen mehr neue Jobs als Unternehmen, die keine eigene Forschung betreiben.

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