Zulieferung aus Deutschland möglich
Japanische LCD-Fernsehgeräte kommen künftig aus Polen

Mit der japanischen Funai Electric hat sich ein weiterer asiatischer Produzent von LCD-Fernsehern für Polen als Standort entschieden. Die Fernseher sollen in Nowa Sol nahe der deutschen Grenze gefertigt werden und sind für den europäischen Markt bestimmt. Die Teile und Komponenten dafür sollen zunächst aus Asien beschafft werden, später aber aus Europa. Dadurch könnten sich für deutsche Anbieter Chancen eröffnen.

WARSCHAU. Staubfreie Räume, Klimatisierung, Heizung, moderne Baumaterialen und -lösungen - in der Anfangsphase können sich deutsche Firmen um Aufträge beim Bau der hochmodernen Funai-Fabrik bemühen. Zunächst werden die Teile für die Fernseher vor allem aus Taiwan stammen. Später wollen die Japaner diese aber in Europa beschaffen. Insofern ist mit weiteren asiatischen Investitionen in Europa zu rechnen.

Damit eröffnet sich auch für deutsche Firmen die Möglichkeit, Vorprodukte wie Glas, Kunststoffe oder Metallgehäuse zuzuliefern. Die asiatischen TV-Gerätehersteller bauen außerdem ihren Vertrieb in Richtung Westeuropa aus. Das bedeutet Investitionen in Logistik, Groß- und Einzelhandel. Einer der wichtigsten Zielmärkte ist Deutschland.

Funai folgt mit der neuen Fabrik in Polen ihren beiden japanischen Konkurrenten Sharp und Toshiba. Der ausgewählt Standort Nowa Sol ist eine Unterzone der Sonderwirtschaftszone von Kostrzyn-Slubice. Der Fabrik-Bau soll noch im November 2006 begonnen werden. Sie liegt etwa 60 km von der deutschen Grenze entfernt.

Der stellvertretende Vorsitzende der japanischen Gesellschaft, Yoshio Nakajima, unterzeichnete Anfang November mit den polnischen Stellen eine Absichtserklärung mit Investitionsvertrag. Funai plant in Nowa Sol Investitionen für rund 7 Mrd. Yen (rund 60 Mill. US$). Die Firma kaufte dort bereits ein Grundstück von 8,5 ha Fläche. Das Projekt gliedert sich in zwei etwa gleich große Teile. In einer ersten Phase sollen 17,4 Mill. Euro in eine Produktionsstätte investiert werden, die bereits im Frühjahr 2007 ihren Betrieb aufnehmen wird. Dort sollen 500 Mitarbeiter beschäftigt werden, die jährlich rund 1 Mill. LCD-Fernseher mit 15, 20, 26 und 32 Zoll montieren werden.

In einer zweiten, 2008 zu realisierenden Phase soll der Output auf über 2 Mill. Fernseher aufgestockt werden. Dann sollen laut Nakajima auch große Geräte mit 37 Zoll auf dem Produktionsplan stehen. Die anfängliche Beschäftigung soll sich verdoppeln. Außer Steuerbefreiungen wurde Funai laut der Tageszeitung "Rzeczpospolita" ein öffentlicher Zuschuss von über 5,7 Mill. Zl zugesagt.

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