Das Geschrei war groß, als 1999 die Eigenkapitalrichtlinien von Basel II bekannt wurden. Den meisten mittelständischen Unternehmern war klar, dass ihnen schwierige Zeiten bevorstanden. Und die begannen bereits, lange bevor Basel II überhaupt beschlossen wurde. Kreditgebenden Banken wollten sich mit einmal nicht mehr auf das Wort des Unternehmers verlassen, sondern sie wollen Zahlen, Daten, Fakten und vor allem eine ordentliche Eigenkapitalquote des Unternehmens präsentiert bekommen – schließlich muss die Bank auch Eigenkapital für die Kredite vorhalten. Und gerade damit können die meisten Mittelständler nicht dienen.
Doch das Geschrei hat genutzt: Erstens setzte sich der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) für die Mittelständler ein. Zweitens legte sich auch der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Jochen Sanio, für die Mittelständler ins Zeug und setzte durch, dass die neuen Eigenkapitalregeln nicht dazu führen, dass die Kredite für den Mittelstand zu teuer werden.
