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27.04.2008 

Die Aufgaben der Facility Manager reichen weit über die reine Gebäudeinstandhaltung hinaus. Neben Wäscherei, Hol- oder Bringdiensten und Haustechnik kümmern sich die Blaukittel auf Wunsch sogar um die Sterilgutversorgung: „Die Sterilisation ist sehr kostenträchtig, gehört aber üblicherweise nicht zum Kerngeschäft einer Klinik“, sagt Hospitec-Chef Rainer Vollmer. „Wir sehen hier großes Potenzial.“

Ein Musterbeispiel für gelungenes Facility Management in der Gesundheitswirtschaft ist die Kooperation des Münsteraner St.-Franziskus-Hospitals mit dem Dienstleistungsunternehmen Fact GmbH. Für die Entwicklung des Konzepts wurde der Zusammenschluss sogar mit dem Facility-Management-Anwenderpreis 2007 ausgezeichnet. Das Besondere daran: Die Fact GmbH ist eine Ausgründung des Krankenhauses. „Die ehemalige technische Abteilung ist heute ein eigenständiges Unternehmen, das seine Leistungen am Markt anbietet“, sagt Tobias Krüer, Geschäftsführer von Fact.

Begonnen hat der Betrieb mit rund 30 Mitarbeitern, die sich vor allem um die technische Instandhaltung des Krankenhausgebäudes in Münster kümmerten. Nach und nach wurden alle Sekundärprozesse übernommen, heute ist Fact auch für die Reinigung, Gartenpflege, Energiewirtschaft und die logistische Versorgung mit Verbandsmaterial und Operationsbesteck zuständig.

Das Unternehmen mit mittlerweile 740 Mitarbeitern hat sich zum Systemdienstleister im Facility Management gemausert: „Rund 500 Kunden aus dem Gesundheitswesen vertrauen auf unsere Erfahrung“, sagt der Geschäftsführer. Das Vertrauen geht so weit, dass Fact-Mitarbeiter sogar dem Pflegepersonal zur Hand gehen: „Wenn ein Patient eine Wasserflasche braucht oder in den Operationssaal geschoben werden muss, ist nicht immer ein Krankenpfleger nötig“, sagt Krüer – das kann auch ein Mitarbeiter des Dienstleisters.

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