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09.09.2007 

Gespalten ist das Risiko in Deutschlands Paradebranche, dem Maschinenbau. Ihn überrascht die Bankenkrise mitten im stärksten Branchenboom seit Ende der Sechzigerjahre. 2007 legt die Branche zum vierten Mal zu – insgesamt um 23 Prozent. Mit dem Aufschwung stärkten die Maschinenbauer auch ihre Bilanzen. Von 2005 bis 2007 verbesserte sich die durchschnittliche Eigenkapitalquote von 25 auf deutlich über 30 Prozent.

"Die Beziehungen zwischen Banken und Maschinenbaubetrieben haben sich merklich entspannt", sagt Josef Trischler, Mitglied der Hauptgeschäftsführung im Branchenverband VDMA. Doch die Maschinenbauer haben die schlechten Erfahrungen mit den Kreditinstituten nach der Krise von 1992 nicht vergessen. "Die Banker verstehen unser Geschäft nicht", sagt ein rheinischer Familienunternehmer.

Die Finanzierung aus der eigenen Tasche ist deshalb für den Maschinenbau die wichtigste Form der Geldbeschaffung. Zunehmend finanziert sich die Branche auch über Anleihen. "Für uns ist das ein Mittel, um von den Banken unabhängiger zu werden", sagt Kai Froböse, Finanzchef der IFA-Gruppe. Der Haldenslebener Hersteller von Antrieben für die Auto- Land- und Baumaschinenindustrie hat im vergangenen Jahr eine Anleihe in Höhe von zehn Millionen Euro auf den Markt gebracht.

Vor allem kleine Unternehmen dürfte es härter treffen. Viele Kleinbetriebe werkeln mit einer Kapitalquote von unter zehn Prozent vor sich hin. Zwar ging die Zahl der Pleiten in den vergangenen drei Jahren von etwa 500 stetig zurück. Allerdings werden auch in diesem Jahr schätzungsweise 170 bis 180 Maschinenbauer Pleite gehen.

Lesen Sie weiter auf Seite 4: Bauwirtschaft zu schwach für neue Krise

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