Wichtige Anlässe für den Einstieg in die PE-Finanzierung sind bei Mittelständlern Nachfolgeregelungen oder Gesellschafterwechsel. Da diese in den kommenden Jahren wohl weiter zunehmen werden, spricht einiges dafür, dass entsprechende Buyout-Finanzierungen an Bedeutung gewinnen. Dabei beschränken sich PE-Gesellschaften häufig auf größere Beteiligungsvolumina. Beteiligungsgesellschaften der Genossenschaftsbanken oder Sparkassen sowie mittelständische Beteiligungsgesellschaften der Bundesländer helfen auch bei kleineren Finanzvolumina.
Weil diese häufig selbst Erfahrung mit der Führung einer mittelständischen Firma haben, verstehen sie den Wunsch des Alt-Eigentümers, weiter "Herr im Haus" zu bleiben, meist besser als andere Kapitalgeber. Sie überlassen ihm deshalb oft die Unternehmensführung, behalten sich je nach Vertragsgestaltung aber bei größeren Investitionen ab einer bestimmten Größenordnung ein Mitspracherecht vor.
Insgesamt schreitet die Entwicklung hin zu mehr PE-Finanzierungen im Mittelstand nur langsam voran. Das dürfte vor allem daran liegen, dass es eben seine Zeit braucht, bis Vorbehalte ab- und Vertrauen aufgebaut sind.
