Sogenanntes "Blended Learning" verspricht höhere Akzeptanz und verbessert damit die Erfolgsaussichten von Weiterbildungsmaßnahmen. E-Learning ergänzt in diesem Fall althergebrachten Präsenzunterricht. "Gerade Teilnehmer, denen das Lernen in einer Gruppe wichtig ist, empfinden dies als eine interessante Lernform", sagt Lutz P. Michel. "Sie haben die Möglichkeit, in den Präsenzkursen Kontakte mit anderen Kursteilnehmern zu knüpfen, die sie dann von zu Hause aus in Foren weiter pflegen."
Das Spektrum der Inhalte ist dabei weit gefächert: "Auch sogenannte weiche Themen wie etwa Teamfähigkeit können technologiegestützt vermittelt werden", betont Axel Wolpert vom Deutschen Netzwerk der E-Learning-Akteure (D-ELAN). Dazu verweist er auf die Einsatzmöglichkeiten von Simulationen, Online-Spielen und virtuellen Welten. "An erster Stelle stehen aber weiterhin IT-Themen, vor allem Software-Schulungen", so Wolpert.
Auch von staatlicher Seite gab es Bemühungen, das E-Learning im Mittelstand zu verankern: Mit dem Projekt "Lernet" hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie von 2001 bis Ende 2007 Anwendungen und Services für kleine und mittelständische Unternehmen unterstützt. 12,4 Mill. Euro hat die Arbeit an Qualitätsstandards, Lerninhalten und Netzwerken gekostet.
Das D-ELAN, in dem sich E-Learning-Anbieter wie IMC, Time4you und Bit Media mit Vertretern aus Forschung vernetzt haben, will "Lernet" weiterführen - wenngleich nicht mit diesem Namen. So soll das Know-how aus dem Projekt erhalten bleiben. Um E-Learning bekannter zu machen, plant man bei D-ELAN eine Roadshow und einen neuen Internetauftritt. Den sollen vor allem auch seine Nutzer gestalten. "Außerdem wollen wir durch eine Partnerschaft mit dem Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr einen Kanal zur Verbreitung von E-Learning stabilisieren", sagt Axel Wolpert. Auch das soll beim Kampf gegen das Vorurteil helfen, mit E-Learning sei kein Umsatz möglich.
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